Falsche Enkel, Polizisten, Stadtwerke-Mitarbeiter: Betrüger unterwegs

Von: red/pol
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Mehrmals wurden der Polizei in den vergangenen Tagen Fälle von Trickbetrug in der Städteregion gemeldet. Symbolfoto: Polizei

Aachen. Die Kriminalpolizei der Städteregion warnt wieder einmal vor Betrügern und Trickdieben - derzeit gingen vermehrt Anzeigen und Hinweise auf diverse Maschen ein, denen vor allem ältere Menschen zum Opfer fielen. Unter anderem gaben sich Betrüger als Stadtwerke-Mitarbeiter oder sogar Polizisten aus und gelangten so in Wohnungen.

Erst am Montag, 24. Januar, hatten drei Täter unter dem Vorwand, den Heizölstand in der Wohnung einer 87-jährigen Frau ablesen zu wollen, Bargeld in vierstelliger Höhe ergaunert.

Vor wenigen Tagen nun gelang es der Kripo, zwei mutmaßliche Trickdiebe festzunehmen, die sich mehrmals als Stawag-Mitarbeiter ausgegeben hatten und so in Wohnungen eingedrungen waren.

Am Montag schließlich hatte sich in Stolberg ein Betrüger sogar als falscher Polizeibeamter eine ältere Dame dazu gebracht, ihm Bargeld in fünfstelliger Höhe zu übergeben - weil es sich angeblich um Falschgeld handele.

Im Verlauf des Mittwochs wurden dann zwei neue Fälle bekannt. Im ersten Fall traten zwei Täter uniformiert in Kohlscheid auf, um angeblich Rauchmelder zu kontrollieren. Geistesgegenwärtig verweigerte die Wohnungsinhaberin den beiden jedoch den Zutritt zu ihren Räumen.

Im zweiten Fall konnte dagegen in Alsdorf eine Täterin durch den sogenannten „Enkeltrick“ einen hohen Geldbetrag erbeuten. Dabei melden sich Betrüger mit einer Frage wie „Rate mal, wer hier spricht?“ oder ähnlichen Formulierungen bei meist älteren und allein lebenden Personen. Sie geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten eilig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, etwa ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer sich zum Zahlen bereiterklärt, wird ein Bote angekündigt, der dann auch das Geld abholt.

Die Polizei rät: Seien Sie misstrauisch und rufen Sie im Zweifel den Notruf 110. Sensibilisieren Sie Ihren Verwandten- und Bekanntenkreis, insbesondere Senioren. Das Kommissariat Vorbeugung der Polizei Aachen bietet zudem eine spezielle Seniorenprävention an, Informationen unter Telefon 0241/9577-34401.

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