Städteregion - „Faktor Familie”: Weniger, älter und bunter

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„Faktor Familie”: Weniger, älter und bunter

Von: Jutta Geese
Letzte Aktualisierung:

Städteregion. Noch werden die Fragebögen von den „Faktor Familie”-Experten in Bochum ausgewertet. Doch erste Trends zur Lebenswirklichkeit von Familien im Altkreis sind bereits erkennbar.

Antje Rüter, bei der städteregionalen Stabsstelle für Kultur, empirische Forschung und Gleichstellung für die Befragung von Familien zwischen Baesweiler und Monschau zuständig, beschreibt sie mit drei Stichwörtern: Familien werden „weniger, älter und bunter”.

Während Ersteres sich aus der Tatsache ergibt, dass der Altkreis laut Landesstatistikamt mit 1,29 Kindern je Frau die drittniedrigste Geburtenziffer in NRW aufweist, lassen sich die beiden anderen Trends aus den Antworten der rund 2700 Familien herauslesen, die sich an der Befragung beteiligt haben, sagt Rüter.

Ein Indiz dafür, dass Familien älter werden, ist für sie, dass die Zahl der Familien in der sogenannten Sandwich-Position steigt: „In jeder achten Familie übernehmen Eltern nicht nur die Erziehung und Versorgung ihrer minderjährigen Kinder, sondern stellen gleichzeitig die Versorgung oder Pflege eines hochaltrigen Elternteils sicher. Jede vierte betroffene Familie benennt entsprechende Belastungsszenarien, Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beziehungsweise Einschränkungen bei der Erwerbstätigkeit, zumeist von Frauen.”

Dass Familien bunter werden, schließt Rüter aus der Feststellung, dass die Zahl der Familien, in denen nicht ausschließlich Deutsch gesprochen wird, zunimmt. So werde mittlerweile in jeder dritten Familie nur überwiegend Deutsch oder gar überwiegend eine andere Sprache gesprochen.

Schon diese beiden Trends zeigen laut Stabsstellenleiterin Dr. Nina Mika-Helfmeier, dass Familienpolitik eine Querschnittsaufgabe sei, die alle Politikbereiche berühre. Die Befragung, die aufgrund des hohen Rücklaufs von etwa 36 Prozent ein repräsentatives Bild zeichne, werde den Verantwortlichen in den Kommunen eine solide Datengrundlage liefern, aus der sich auf die jeweilige Situation vor Ort zugeschnitte Handlungsempfehlungen ableiten ließen.

Wobei ihr wichtig ist, dass möglichst viel gemeindeübergreifend aufgegriffen werde. Anfang kommenden Jahres, wenn die komplette Auswertung vorliege, könne mit der Arbeit begonnen werden.
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