Städteregion - „Fahrradfreundlichkeit“: Städteregion will ihren guten Ruf pflegen

„Fahrradfreundlichkeit“: Städteregion will ihren guten Ruf pflegen

Von: Michael Grobusch
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Eine Erfolgsgeschichte schreibt die Städteregion mit ihrer Touren-App: Sie wurde schon mehr als 16 000 Mal heruntergeladen. In diesem Jahr soll sie um die Themenbereiche Mountainbiken und Rennradfahren erweitert werden. Foto: Michael Grobusch

Städteregion. Mit 11.250 Euro kann man eine ganze Menge machen und erreichen. Das gilt erst recht, wenn man für den eigenen finanziellen Aufwand einen Zuschuss in dreifacher Höhe erhält. Beim Thema Radfahren ist das in diesem Jahr der Fall.

Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Kreise und Gemeinden (AGFS) will die Städteregion ihren Ruf als „fahrradfreundlich“ weiter stärken. Das macht sie nicht durch den Bau neuer Strecken, sondern in erster Linie durch eine gute Vermittlung und Vermarktung der bestehenden Infrastruktur im Rahmen einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit. Fünf Maßnahmen genießen in diesem Jahr Priorität.

Fünf Maßnahmen haben Priorität

Der von der Städteregion entwickelte, 72-seitige Fahrradguide sowie die Radwegekarte, mit deren Hilfe Radfahrer individuelle Touren auf dem Knotenpunktsystem planen können, sind äußerst beliebt und inzwischen vergriffen. 14.000 Euro sollen deshalb in einen Nachdruck investiert werden, um der „ausgesprochen hohen Nachfrage“, wie es der zuständige Dezernent Markus Terodde formuliert, entsprechen zu können.

Die Grünroute ist ebenfalls sehr beliebt und auf der Homepage der Grünmetropole auch ausführlich beschrieben. Nachholbedarf sieht die Städteregion allerdings beim gedruckten Material. Das sei lückenhaft und veraltet, bemängelt die Verwaltung, weshalb gemeinsam mit den an der Strecke gelegenen Kreisen und Touristenorganisationen ein Kartenset herausgegeben werden soll – mit einer Übersichtskarte sowie 15 Vorschlägen für Tagestouren. „Im Begleitheft werden Kurzinformationen zur Route sowie zu Sehenswürdigkeiten, Serviceleistungen und Gastronomiebetrieben aufgeführt“, kündigt Terodde an. Kostenpunkt hier: rund 17.500 Euro.

Mit Kurzfilmen sollen sich Bürger der Städteregion und Gäste in Zukunft gleichermaßen über radtouristische Angebote zwischen Baesweiler und Monschau informieren können. Als differenzierte Zielgruppen hat die Städteregion Genussradler, Familien mit Kindern, Mountainbiker, Rennradfahrer, ältere Menschen und Menschen mit Mobilitäteinschränkung ausgemacht. Abrufbar sein sollen die Filme mit Hilfe verschiedener Apps sowie auf den Internetseiten der regionsangehörigen Kommunen und ihrer Tourismusorganisationen. Das will die Städteregion sich 12.000 Euro kosten lassen.

Die Städteregion hat einen Radwanderpass entwickelt, der Radfahrer zum Mitmachen animieren soll. Entlang von zehn Touren erhalten die Teilnehmer an verschiedenen touristischen, gastronomischen und kulturellen Einrichtungen bei Vorlage des Passes einen Stempel. Am Ende der Radsaison können fleißige Radfahrer ihre vollständig abgestempelten Pässe bei der Städteregion einreichen und an einer Verlosung mit verschiedenen Sachpreisen im Gesamtwert von 1500 Euro teilnehmen.

Die inzwischen wohl erfolgreichste Komponente der fahrradbezogenen Vermarktung ist der städteregionale Touren- und Freizeitplaner, der mit anderen Plattformen verlinkt ist und im Jahr 2016 mehr als 690.000 Einzelseitenaufrufe verzeichnet hat. Die entsprechende Touren-App wurde nach Verwaltungsangaben mehr als 16.000 Mal heruntergeladen. Die App gibt es sowohl für Android-Handys als auch für iPhone-Benutzer.

Zudem wurden rund 25.000 Dateien für Navigationsgeräte über das System generiert. In diesem Jahr soll der mittlerweile 250 Rad-, Wander-, Skilanglauf- und Reittourentipps umfassende Inhalt weiter ausgebaut und zusätzliche Themen – unter anderem Mountainbiken und Radrennfahren – aufbereitet werden. Finanziell wird diese Maßnahme nach Angaben der Verwaltung nicht ins Gewicht fallen, weil sie nicht mit Materialkosten verbunden ist und die Arbeit von Mitarbeitern der Verwaltung geleistet werden soll.

Grenzraum einheitlich präsentiert

Das gilt auch für den Fall, dass sich der VVV Zuid Limburg zu einer Beteiligung an dem System entschließen sollte. „Die niederländischen Partner prüfen derzeit, inwieweit die Einpflege ihrer Rad- und Wandertipps eine Option für die Vermarktung darstellen könnte“, berichtet Markus Terodde.

Der Dezernent hofft auf einen positiven Beschluss: „Denn dann würde der gesamte Grenzraum im Dreiländereck zukünftig über ein einheitliches Datensystem präsentiert und die Urlaubs- und Freizeitplanung des Gastes weiter vereinfacht.“

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