Fachkräftemangel: neue dritte Säule für die Ausbildung

Von: Dirk Müller
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Der Vorstand der „Bang Region Aachen“ (v.l.): Ralf Risters, Rodja Rittlewski, Gabriele Steffens, Thorsten Kühnle und Achim Gerling, unterzeichnet die Gründungsurkunde des neuen Ausbildungsvereins im Stolberger Museum Zinkhütter Hof. Foto: Dirk Müller

Stolberg. Das bereits im östlichen Westfalen flächendeckend vertretene Ausbildungsnetzwerk „Bang“ ist jetzt auch in der Region Aachen aktiv. Da in der Metallbranche viele Unternehmen über Fachkräftemangel klagen, haben sich Metallunternehmen aus der Städteregion und den Kreisen Düren und Heinsberg zu dem „Beruflichen Ausbildungsnetzwerk im Gewerbereich (Bang) Region Aachen“ zusammengeschlossen.

Als gemeinnütziger Ausbildungsverein will „Bang“ mittelfristig eine stabile Landschaft für unternehmensnah qualifizierte Fachkräfte in der Region aufbauen. Zusätzlich zu Betrieb und Berufsschule soll bei „Bang“ mit der überbetrieblichen eine dritte Ausbildungs-Säule installiert werden.

Bei der Gründungsveranstaltung in der passenden Kulisse des Stolberger Industriemuseums Zinkhütter Hof haben sich sechs Unternehmen dem Verein als aktive Mitglieder angeschlossen. Fördermitglieder sind zudem die Aug. Hülden GmbH und Co. KG, die Sparkasse Aachen, die Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement (Gpdm) und die TÜV Nord Bildung GmbH und Co. KG, die die Koordination von „Bang“ übernimmt und in deren Trainingszentrum in Alsdorf die überbetriebliche Ausbildung stattfindet.

„Der Verein „Bang“ sieht sich als Dienstleister für die Mitgliedsunternehmen. In bestimmten Intervallen werden praktische Ausbildungsinhalte vermittelt, die auf das jeweilige Berufsbild abgestimmt sind. Hinzu kommt berufsschul-unterstützender Werkunterricht und Workshops zu Spezialgebieten wie zum Beispiel E-Pneumatik oder Werkstoffkunde“, erklärt Achim Gerling, Projektleiter der „Bang“-Ausbildungsnetzwerke bei Gpdm.

Eine fundierte Ausbildung im gewerblich-technischen Bereich, etwa von Industriemechanikern, Mechatronikern oder Zerspanungsmechanikern, binde hohe personelle und maschinelle Ressourcen. „Im Tagesgeschäft stellt dies insbesondere kleinere und hoch spezialisierte Unternehmen vor große Herausforderungen“, beschreibt Gerling, dass „Bang“ seinen Mitgliedern die qualifizierte Ausbildung im eigenen Unternehmen erleichtere.

Neue Mitglieder aus den Metall-, Elektro- und Kunststoffbranchen seien im Verein jederzeit willkommen. Und „es ist auch denkbar, die Palette an betreuten Berufsbildern sowie die Leistungen von ,Bang‘ zu erweitern, um dem Bedarf der aktiven Mitglieder gerecht zu werden“, stellt Gerling in Aussicht.

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