Stolberg - EWV: Neuer Verbund soll Rendite bringen

EWV: Neuer Verbund soll Rendite bringen

Von: Jutta Geese
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Das eine tun, das andere nicht lassen: Zwar setzt EWV weiterhin auf herkömmlichen Strom, investiert aber auch in erneuerbare Energien. Foto: ddp

Stolberg. Das eine tun, aber das andere nicht lassen: Diese Strategie verfolgt der Energiegierversorger EWV beim Thema erneuerbare Energie.

Deshalb engagiert sich das mehrheitlich zum RWE-Konzern gehörende Unternehmen mit Sitz in Stolberg sowohl in der hiesigen Region als auch neuerdings überregional in einem Gemeinschaftsunternehmen mit 26 Stadtwerken und regionalen Energieversorgern.

Diese Beteiligungsgesellschaft hält 49 Prozent der Anteile am Unternehmen „Green Gecco”, die übrigen 51 Prozent liegen bei RWE Innogy, einer 100-prozentigen RWE-Tochter.

„Klimaschutz endet ja nicht an den Grenzen der Städteregion”, begründet Andreas Ihrig, Pressesprecher der EWV, den Einstieg seines Unternehmens bei „Green Gecco”. Und um den Anteil der erneuerbaren Energien entscheidend zu erhöhen, bedürfe es ganz vieler Projekte. „Da reicht es nicht, etwa in Eschweiler ein paar Windräder aufzustellen.” Das Potenzial zum Bau von Großanlagen, die zur Erreichung der nationalen und europäischen Klimaschutzziele unerlässlich seien, befinde sich nun mal in anderen Regionen. Etwa in Schottland. Dort soll 2011 das erste Projekt von „Green Gecco” in Betrieb gehen - ein Windpark mit einer Leistung von 20 Megawatt.

Ob Windkraft oder aber Biomasse, Geothermie, Biogas, Wasserkraft und Solaranlagen: „Green Gecco” soll alle Arten erneuerbarer Energien nutzen. Auch in Deutschland. Und die EWV ist über die Beteiligungsgesellschaft stets mit im Boot. Zwar nur mit einer Investition von insgesamt 8,5 Millionen Euro bis zum Jahr 2012, was einem Anteil von knapp vier Prozent am Gesamtinvestitionsvolumen des neuen Unternehmens von 216,4 Millionen Euro entspricht. „Aber”, sagt Ihrig, „mit âGreen GeccoÔ ist ein Know-how- und finanzstarkes Unternehmen entstanden, das im internationalen Wettbewerb um solche Großprojekte bestehen kann.”

Und deshalb rechnet EWV auch mit einer „positiven Rendite, die wir alleine nicht erreichen könnten”. Sprich: Die Investition wird sich über kurz oder lang rechnen. Für RWE übrigens nicht nur als Hauptanteilseigner, sondern auch als Mitgesellschafter von mehr als der Hälfte der 26 Stadtwerke und regionalen Versorger, die sich in der neuen Beteiligungsgesellschaft zusammengeschlossen haben - darunter auch die Stadtwerke Düren als weiterer regionaler Versorger.

Nur Stolberg enthält sich

Dem Betritt zu dieser Gesellschaft musste sich die EWV von ihren Gesellschaftern - 19 sind es, darunter die RWE-Tochter Rhenag (53,72 Prozent Anteil), die Städte Stolberg (14,28 Prozent) und Eschweiler (13,19 Prozent) sowie die Städteregion (9,25 Prozent) als größte - genehmigen lassen. Denn einer Beteiligung an anderen Unternehmen, ganz gleich, ob dafür lediglich 1000 oder eben 8,5 Millionen Euro fällig werden, bedarf stets der Zustimmung von mindestens 75 Prozent der Gesellschafter. Und bis auf die Stadt Stolberg, die sich enthalten hat, haben alle Ja zu der Investition gesagt, berichtet Ihrig. Und er betont, dass die Kommunen durch die EWV-Beteiligung nicht belastet würden, da die 8,5 Millionen im Investitionsetat enthalten seien. Dieser ist üblicherweise rund zwölf Millionen Euro schwer. In diesem Jahr beläuft sich der Betrag allerdings auf gut 17 Millionen.

Aus diesem Topf werden auch die regionalen Projekte finanziert. „Allein in diesem Jahr werden wir vor Ort insgesamt rund 2,6 Millionen Euro in erneuerbare Energien stecken, also etwa genausoviel wie wir 2010 in Green Gecco investieren”, betont Ihrig. Das Geld fließe vor allem in Photovoltaikanlagen, aber auch in Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung und in Elektromobilität.
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