Stolberg - Etschenberg: „2010 ist für uns ein chancenreiches Jahr”

Etschenberg: „2010 ist für uns ein chancenreiches Jahr”

Von: Anja Klingbeil
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Auf einmal ist Helmut Etschenberg mitten drin im Interview: Bernd Büttgens (l.), stellvertretender Chefredakteur dieser Zeitung, und Uwe Brandt, Intendat des Grenzlandtheaters (r.), sorgen für Uberraschungen beim ersten Neujahrsempfang der Städteregion. Foto: Anja Klingbeil

Stolberg. Wie lange Helmut Etschenberg an seiner Rede für den ersten Neujahrsempfang der Städteregion Aachen geschrieben hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

Wie auf Empfängen üblich, trat der Städteregionsrat ans Rednerpult im Museum Zinkhütter Hof in Stolberg, um zurückzuschauen auf die ersten Monate der Städteregion und um einen Ausblick zu geben, auf alles, was da noch kommen mag. Bis hierhin nichts Ungewöhnliches.

Doch neue Modelle brauchen auch ganz andere Neujahrsempfänge. Es blieb also nichts beim Alten. Statt einer langen Ansprache war Etschenberg auf einmal mittendrin in einer munteren Gesprächsrunde, zu dessen Inhalt er und die Städteregion wurden. Aufgelockert durch musikalische Beiträge von Jupp Ebert, Dagmar Bernhard und einer Dixie-Band.

Zugegeben, wirklich überrascht war er nicht, als Bernd Büttgens, stellvertretender Chefredakteur dieser Zeitung, und Uwe Brandt, Intendant des Aachener Grenzlandtheaters, seinem Redefluss kurzerhand ein Ende setzten. Und er fand schnell Gefallen daran, sich knallharten Fragen wie „Jet et Ihnen jut?” zu stellen.

„Als ich hierhin kam, ging es mir noch gut” sagte Etschenberg mit einem Augenzwinkern. Doch gut gehe es ihm wirklich, denn: „Ich stelle fest, wir werden positiv angenommen. Wir sind gut aufgestellt. Und ein besonderes liebevolles Verhältnis habe ich zu den zehn (Ober-)Bürgermeistern aufgenommen.” Eine Äußerung, die bei den mehr als 300 Gästen für ein Schmunzeln sorgte.

Aber bei aller Feierlaune ging es eben auch um die Zukunft der Städteregion. Doch was kommt nach abgesagter Gartenbauausstellung (IGA) und geplatztem Bau der Tivoli-Brücke? „Die Kernidee der IGA wollen wir nicht aufgeben”, betonte Etschenberg.

Und stellte gleich das zukunftsweisende Projekt „Mobil-City 2020” vor (siehe Politik, Seite 1). Das berge große Chancen. Auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der RWTH und das geplante Campus-Projekt, wie auch Unternehmer Günter Carpus und Hochschul-Rektor Professor Ernst Schmachtenberg in der zweiten Talkrunde deutlich machten.

Die EU-Abgeordnete Sabine Verheyen und Karl-Heinz Lambertz, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, waren die Nächsten, die sich den Fragen des Duos Büttgen/Brandt stellten. Lambertz erzählte, wie das war, als ihn der belgische König anrief, damit er sich mit einem Gremium bemüht, die Staatskrise in Belgien zu lösen.

Keine leichte Aufgabe. „Es ist gut, dass wir einen König haben. Dann müssen die Bürger nicht zwischen einem Wallonen und Flamen wählen, wer Präsident sein soll. Aber eigentlich müsste es ja einer aus der deutschsprachigen Gemeinschaft sein”, sagte Lambertz schmunzelnd. Das nennt man praktische Konfliktvermeidung.

Stark sind auch die Marken der Städteregion Aachen, wie etwa die Regionalmarke Eifel und der dortige Tourismus oder die Alemannia. Dass das Ziel Aufstieg in die Bundesliga heißen muss, darin waren sich Geschäftsführer Frithjof Kraemer und Trainer Michael Krüger einig. Beim Fußball fiebert übrigens auch Helmut Etschenberg mit: „2010 ist für uns ein chancenreiches Jahr. Für die Alemannia und für die Städteregion. Wir sind auf einem guten Weg.”
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