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Elisabeth Paul will Spitzenkandidatin der Grünen werden

Von: Jutta Geese
Letzte Aktualisierung:
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Sie will Spitzenkandidatin der Grünen werden: die Aachenerin Elisabeth Paul, derzeit stellvertretende Städteregionsrätin.

Städteregion. Eine echte Chance, am 25. Mai von den Bürgern in der Städteregion zur Städteregionsrätin gewählt zu werden, hat Elisabeth Paul nicht. Auch wenn ihr als bislang einziger Grüner das Kunststück gelang, bei einer Kreistags- beziehungsweise Städteregionstagswahl einen Wahlkreis direkt zu holen. Aber ein Wahlkreis ist bei weitem nicht die gesamte Städteregion.

Dennoch freut sich die Aachenerin darauf, als Spitzenkandidatin der Grünen in den Wahlkampf zu ziehen – vorausgesetzt, die Mitglieder folgen dem Votum von Kreisvorstand und Städteregionsfraktion und nominieren sie bei der Wahlkonferenz am 24. Januar offiziell.

Davon geht Parteivorsitzende Bettina Herlitzius aus. Schließlich habe man mit der 64-Jährigen „eine richtig gestandene Kommunalpolitikerin“ als Kandidatin gewonnen, die seit 1989 politisch aktiv ist, zunächst in der Stadt Aachen und seit fünf Jahren „für uns in wichtigen Positionen in der Städteregion“. So war Paul zwei Jahre lang Fraktionssprecherin und ist seit drei Jahren stellvertretende Städteregionsrätin.

Die Städteregion bezeichnet die Aachenerin als „alternativlos“. Deren Gründung hat sie von Anfang an aktiv mitgestaltet. Unter anderem war sie an der Erarbeitung des Aachen-Gesetzes „maßgeblich beteiligt“, sagt sie. „Das war ein hartes Stück Brot.“ Inzwischen sei aber auch den Aachenern bewusst, dass man mit „Klein-Klein-Konzepten einfach nicht weiterkommt“ und deshalb die Städteregion wichtig sei. Ob Bildungs-, Umwelt-, Arbeitsmarkt- und Verkehrspolitik oder auch Wirtschaftsförderung: In vielen Bereichen drängt sich für Paul eine engere Zusammenarbeit zwischen Stadt Aachen und Städteregion geradezu auf. Manches könnte Aachen aufgrund der Größe sicher auch alleine bewältigen, sagt Paul.

Doch sie ist auch überzeugt davon, dass vieles gemeinsam besser zu bewältigen ist, dass alle von einer guten Zusammenarbeit profitieren. Als Beispiele nennt sie unter anderem die Schulentwicklungsplanung mit Blick auf Inklusion, den Ausbau der Euregiobahn, die Errichtung eines Radschnellweges von Aachen über Herzogenrath nach Heerlen und die Bemühungen, Arbeitsplätze in der Region zu halten oder zu schaffen.

Dem amtierenden Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU) bescheinigt Paul, gute Arbeit zu leisten. „Er hat es sehr, sehr schwer gehabt“, sagt sie mit Blick auf die Querelen zwischen Stadt Aachen und Städteregion in den ersten Jahren. Und sie, die in Aachen „rot-grün aufgewachsen“ ist und „entsetzt war“, als im damaligen Kreis vor 20 Jahren die erste schwarz-grüne Kooperation geschmiedet wurde, kann mit dieser gut leben. Sie kann sich aber auch eine andere Koalition in der Städteregion vorstellen. Und: „Ich trete nicht gegen Etschenberg an, sondern für grüne Inhalte“, sagt sie.

Ein ausgefeiltes Wahlprogramm haben die Grünen noch nicht. Das wird derzeit basisdemokratisch erarbeitet, erklärt Parteichefin Herlitzius. Will heißen: Auf einer parteiinternen Internetplattform werden Ideen gesammelt, die in den kommenden Wochen in ein Wahlprogramm gegossen werden, das Ende Februar auf einem Parteitag verabschiedet werden soll. „Da sind eine ganze Reihe spannender Vorschläge dabei“, sagt Herlitzius.

Auf den Wahlkampf freut sich Paul jedenfalls schon jetzt sehr. Darauf, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die sonst eher nicht auf die Grünen zugehen oder umgekehrt. „Man wird im Wahlkampf auch wieder ein Stück geerdet“, sagt Herlitzius. Paul freut sich aber auch auf die Auseinandersetzung mit den Mitbewerbern der anderen Parteien um das Spitzenamt. Denn: „Ich zoff‘ mich auch gerne“, sagt sie und lächelt.

Mit wem sie es tun bekommt, weiß sie aber noch nicht. Denn bislang hat nur die CDU ihren Kandidaten – Helmut Etschenberg – benannt. Die FDP etwa wird ihren Kandidaten kommende Woche küren, und die SPD ist noch auf der Suche nach einem.

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