Freizeittipps

Einbruchszahlen steigen rapide an

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
6607385.jpg
Wohnungs- und Hauseigentümer machen es potenziellen Einbrechern vielfach zu leicht. Die Polizei bietet jetzt verstärkt kostenlose Beratung. Auch die Aufklärungsquote muss dringend erhöht werden. Foto: dpa

Städteregion. Am Wochenende waren es 31, in der Woche im Schnitt momentan 100, am Ende des Jahres wird der bisherige Negativrekord von 2100 wahrscheinlich noch einmal übertroffen: Die Zahl der Einbrüche in Aachen und in der Städteregion steigt seit Monaten wieder stark an, was nicht nur an der dunklen Jahreszeit, sondern auch an der Grenzlage liegt. Händeringend bitten die Ordnungshüter deshalb darum, Eigentum besser zu sichern, Beobachtungen über den Notruf 110 zu melden und das kostenlose Beratungsangebot der Kripo zu nutzen.

Das gibt es beispielsweise im Kriminalkommissariat Vorbeugung in der Innenstadt, wo jeder Besucher den Test selbst vornehmen kann. Ein einfacher größerer Schraubenzieher aus dem Baumarkt reicht, um ein ordnungsgemäß verschlossenes Fenster mit dem üblichen Sicherheitsstandard mit drei Griffen und in wenigen Sekunden aufzuhebeln.

Da Einbrüche bei den Opfern meist tiefe psychische Schäden hinterlassen, arbeitet die Aachener Behörde mit aller Macht daran, die Fallzahlen zu senken und die Aufklärungszahlen möglichst zu erhöhen. Die sind zwar gestiegen, von unter zehn auf 12,5 Prozent, liegen aber immer noch viel zu niedrig.

Einbrecher sind Feiglinge

Deshalb ist die Sonderkommission Flex mit zwölf Beamten wieder aktiv, arbeitet im Einbruchsdezernat jeder Kollege manchmal bis zur Erschöpfung und ist per Rundmail jeder der rund 1200 Mitarbeiter des Aachener Behörde dazu aufgerufen worden, im Kampf gegen die Einbrecher mitzumachen. Und da würde es schon helfen, wenn die Wohnungen und Häuser besser gesichert werden, schon jetzt werden nämlich 40 Prozent aller Einbruchsversuche abgebrochen, weil es zu lange dauert oder ein Nachbar aufmerksam wird.

Einbrecher seien im Grunde Feiglinge. Alex Milar, der Leiter der Kriminalprävention: „Sie wollen schnell rein, möglichst viel erbeuten und schnell wieder raus.“

Besonders im Auge haben die Ordnungshüter dabei jüngere Leute, die erstaunlich stark an der Opferzahl beteiligt seien.Deshalb werden beispielsweise auch Studenten aufgerufen, ihre Buden besser zu sichern, denn auch dort gibt es hochwertige und gut verwertbare Beute wie Smartphones oder Tablets zu holen. Auch in Mehrfamilienhäusern oder in Straßen gelte es, die Augen offenzuhalten: „Sozialkontrolle scheut der Einbrecher wie der Teufel das Weihwasser.“

Auf eine Zahl sind die Beamten denn doch ein bisschen stolz: 50 Einbrecher wurden bis Ende Oktober festgenommen, berichtet Kripochef Frank Hoever. Das seien im Vergleich zu anderen Behörden vergleichsweise viele. Wichtig ist für die Ermittler, viele Spuren an Tatorten sammeln zu können.

Leserkommentare

Leserkommentare (12)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert