Ein Großprojekt, bei dem Musiktalente entdeckt werden

Von: Christina Handschuhmacher
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Sie freuen sich, dass „Music is Fun“ nun in die dritte Runde geht: Die städteregionale Kulturbeauftragte Dr. Nina Mika-Helfmeier (2. Reihe, 3.v.r.), Städteregionsrat Helmut Etschenberg (2. Reihe, 4.v.r.) und beteiligte Künstler sowie Vertreter der Schulen. Foto: Handschuhmacher

Städteregion. Einen eigenen Song komponieren, ihn im Tonstudio aufnehmen und dann auf der Bühne vor Publikum live präsentieren? In einem Tontechnik-Workshop die technische Seite der Musik kennenlernen? Oder mal eben am DJ-Pult im Aachener Musikbunker stehen und an den Plattentellern drehen? Möglich macht das Ganze das Kulturrucksack-Projekt „Music is Fun“, das vom Land Nordrhein-Westfalen mit 98.000 Euro gefördert wird, und in diesem Jahr in der Städteregion bereits in die dritte Runde geht.

Die Idee hinter „Music is Fun“ ist so simpel wie genial: Professionelle Musiker, Stimmtrainer, Choreographen und Video-Produzenten kommen in die Schulen und arbeiten dort über einen längeren Zeitraum mit Schülergruppen an den konkreten Musikprojekten. Die Zielgruppe sind zehn- bis vierzehnjährige Schüler. „Das, was dabei entsteht, ist wirklich phänomenal“, sagt die Leiterin des städteregionalen Amts für Kultur und Empirische Forschung, Dr. Nina Mika-Helfmeier.

Bei Mika-Helfmeier und ihrem Team laufen die Fäden für das Projekt „Music is Fun“ zusammen. Dort werden alle Ideen gebündelt. Das Team prüft die Projekt-Bewerbungen der Schulen, berät bei der konkreten Umsetzung und stellt den Kontakt zu den Profimusikern her.

2012 setzte sich die Städteregion mit dem Projekt „Music is Fun“ bei einem Ideenwettbewerb des Projektes Kulturrucksack durch. Das Millionenprojekt Kulturrucksack wurde Ende 2011 vom Land NRW entwickelt, um Kinder an Kunst und Kultur heranzuführen. „2012 haben wir ‚Music is Fun‘ mit elf Projekten gestartet“, sagt Mika-Helfmeier. „2013 waren es 17 Projekte und nun sind wir schon bei 27 Projekten.“

19 Schulen – Gymnasien, Gesamtschulen, Realschulen und Förderschulen aus der gesamten Städteregion – sowie ein Kinder- und Jugendtreff sind an „Music is Fun“ 2014 beteiligt.

„Dank des Kulturrucksacks können wir mit Kindern arbeiten, die sonst gar keinen Zugang zu Musik haben“, sagt etwa Markus Bothe von der Aachener Musikschule „Mufab“. Bothe und seine Musiker-Kollegen sind in diesem Jahr an der 4. Aachener Gesamtschule, wo sie ein Bandprojekt leiten. „Wir starten da wirklich bei Null“, sagt Bothe. „Die Schüler haben zuvor noch nie ein Instrument in der Hand gehalten. Aber man entdeckt da schnell viele brach liegende Begabungen.“

An der Lindenschule, einer Aachener Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache, stehen Body-Percussion, Keyboard-, Flöten- und Gitarrenunterricht im Fokus.„Es ist Wahnsinn, wie sehr die Musik auch die Sprachentwicklung unserer Kinder fördert“, sagt Schulleiterin Claudia Jakobs.

Zum ersten Mal als Partner an Bord ist der Verein Aachener Musikbunker. „Das ist auch für uns eine spannende Erfahrung“, sagt Michael Matuschek vom Musikbunker. Der Musikbunker arbeitet mit vier Schulen zusammen – es gibt Tontechnik-Workshops, mit kostenloser Software wird das Komponieren und Arrangieren von Stücken geübt und in einem DJ-Workshop kann das Equipment des Musikbunkers an der Rehmannstraße genutzt werden.

Von klassischer Musik über Blasmusik bis hin zu Pop, Rock und Rap ist bei „Music is Fun“ in diesem Jahr alles dabei. Und eins steht fest: „Music is Fun“ wird auch 2015 weitergehen. Die Zusage für eine Förderung steht bereits jetzt fest.

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