Städteregion - Ein deutlicher Hinweis auf Inklusionsaufgabe der Städteregion

Ein deutlicher Hinweis auf Inklusionsaufgabe der Städteregion

Von: Michael Grobusch
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Mit der Veröffentlichung von Erklärvideos will die Städteregion den Zugang zu Verwaltungsinformationen und -angelegenheiten zunehmend vereinfachen. Foto: Michael Grobusch

Städteregion. Der Antrag könnte auf den ersten Blick einer von vielen sein. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass die Initiative durchaus große Tragweite bekommen kann. Denn mit ihrem Vorschlag, auf allen Vorlagen der Städteregion in Zukunft einen Punkt „Auswirkungen für die Inklusion“ aufzuführen, zielen CDU und Grüne darauf ab, dass das Thema regelmäßig und dauerhaft in den Überlegungen von Politik und Verwaltung Berücksichtigung findet.

„Wir wollen, dass die Inklusionsaufgabe besser wahrgenommen wird“, sagt Wolfgang Wetzstein (Grüne). Und dieser Wille, das zeigt nicht zuletzt auch die einstimmige Empfehlung an den Städteregionsausschuss, ist auch im Inklusionsbeirat sehr ausgeprägt.

Die Einschätzung, dass der Handlungsbedarf trotz aller guter Vorsätze nach wie vor groß ist, kam in den Gremium ebenfalls klar zum Ausdruck. Sozialdezernentin Edeltraud Vomberg sprach in der Sitzung vom nötigen „Zusammenspiel aller Kräfte“ und räumte ein, „dass tatsächlich bei vielen Mitarbeitern und Ämtern das Bewusstsein noch nicht so ausgeprägt ist“.

Bis dato werden in den Verwaltungsvorlagen die personellen, finanziellen, ökologischen und sozialen Auswirkungen von Beschlussvorschlägen erläutert. „Durch die Ergänzung wird einerseits ein Beitrag zur Sensibilisierung für die Belange von Menschen mit Behinderung geleistet. Und andererseits kann sichergestellt werden, dass Inklusion stets mitbedacht wird“, argumentieren die Fraktionsvorsitzenden Ulla Thönnissen (CDU) und Werner Krickel (Grüne) in ihrem gemeinsamen Antrag.

Außerdem helfe der obligatorische Hinweis dem Inklusionsbeirat bei seinen Bemühungen, „seiner Aufgabe der kritischen Auseinandersetzung mit Themen der Ausschüsse gerecht zu werden“. Letztlich käme man so auch dem Ziel der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung als Querschnittsaufgabe ein deutliches Stück näher. „Und das“, so Thönnissen und Krickel, „ist eine wesentliche Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention“.

Die breite Zustimmung des Städteregionsausschusses gilt als gesichert. So könnte die Änderung schon zu Beginn des neuen Jahres umgesetzt werden – zunächst auf Probe für zwölf Monate, so die Empfehlung der scheidenden Vorsitzenden Eva Malecha, der der Inklusionsbeirat folgte. „Danach schauen wir, wie es funktioniert und was verbessert werden muss.“

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