Ehrenamt: Handwerkskammer zeichnet Helfer aus

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Beim „Tag des Ehrenamtes“ dankte die Handwerkskammer Aachen 32 Männer und Frauen, die sich seit vielen Jahren für ihren Berufsstand ehrenamtlich engagieren. Foto: Jörg Abels

Städteregion. „Ohne Sie geht es nicht. Das Handwerk braucht Sie, denn ohne Sie wäre unser bewährtes Prüfungswesen keinen Tag länger aufrechtzuerhalten.“ Mit diesen Worten dankte Kammerpräsident Dieter Philip beim „Tag des Ehrenamtes“ der Handwerkskammer Aachen auf Burg Obbendorf in Hambach (Kreis Düren) 32 Ehrenamtlern, die sich seit vielen Jahren unentgeltlich für ihren Berufsstand engagieren.

Die Geehrten arbeiten in den Prüfungsausschüssen, entscheiden und diskutieren in den Berufsbildungsausschüssen und tragen zur Schlichtung von Lehrlingsstreitigkeiten bei.

Philipp hob hervor, dass die rund 1750 ehrenamtlich im Kammerbezirk tätigen Männer und Frauen mit ihrem Beitrag nicht nur die zuverlässige Erledigung gesetzlicher Aufgaben sichern, die den Handwerksorganisationen obliegen, sondern auch maßgeblich zur beständigen Weiterentwicklung des Wirtschaftszweiges beitragen. „Der große Einsatz und das herausragende Engagement jedes einzelnen sind nicht hoch genug einzuschätzen“, betonte Philipp.

In seiner Festrede unterstrich NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin die Worte Philipps. Er verwies darauf, dass allein in den Prüfungsausschüssen in NRW mehr als 128.000 Stunden ehrenamtlich geleistet würden und betonte mit Blick auf eine wissenschaftliche Studie, dass Ehrenamtler aus dem Handwerk häufig auch an anderer Stelle des gesellschaftlichen Lebens bereit sein, Verantwortung zu übernehmen und sich durchschnittlich neun Stunden mehr engagieren als andere ehrenamtlich Tätige.

Guter Nährboden

Duin hob hervor, dass die Tradition der Familienunternehmen in NRW und das Meisterwesen ein ausgezeichneter Nährboden für das wirtschaftlich und gesellschaftlich unentbehrliche Ehrenamt seien. Der Wirtschaftsminister plädierte für den Erhalt der Meisterpflicht, ohne die „unsere Gesellschaft ärmer“ sei. In der Diskussion um eine schnelle und bessere Integration von Flüchtlingen sprachen sich Duin und Philipp dafür aus, die Kompetenz der Zuwanderer zu nutzen. „Wir brauchen diese Fachkräfte, die sich hier mit Fleiß eine neue Lebensperspektive erarbeiten wollen“, betonte Duin mit Blick auf den Facharbeitermangel.

Dieter Philipp verwies darauf, dass Rahmenbedingungen verbessert werden müssen, um jungen, unbegleiteten Flüchtlingen in der Region eine neue Perspektive zu geben. „Wir sind bereit dazu“, erklärte der Kammerpräsident für das Handwerk.

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