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Drei Kreise und ein Trainingsort für die Feuerwehr

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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In so genannten Flash-over-Containern sollen Feuerwehrleute aus den Kreisen Düren und Euskirchen sowie der Städteregion ab 2011 am Feuerschutztechnischen Zentrum in Stockheim ausgebildet werden. Foto: ddp

Kreis Düren. Wer von Bund und Land in finanzieller Not größere Unterstützung einfordert, muss auch bereit sein, selbst Signale zu setzen: Darin sind sich Landrat Wolfgang Spelthahn und der Aachener Städterregionsrat Helmut Etschenberg einig.

Gut eine Woche nach der Unterzeichnung einer gemeinsamen Resolution von 51 Bürgermeistern an die Bundesregierung für eine gerechtere Verteilung der sozialen Kosten haben Kreis und Städteregion Taten folgen lassen und erste Kooperationen festgezurrt, mit dem Ziel, Geld zu sparen und gleichzeitig den Service für den Bürger zu verbessern.

Ab dem 1. Januar 2011 werden die Straßenverkehrsämter in Düren, Würselen und Monschau miteinander vernetzt. Bürger können wählen, wo sie künftig ihr Fahrzeug anmelden, ohne dass sich beim Kennzeichen oder den im Kreis Düren günstigeren Versicherungsklassen etwas ändert. Bürger aus Aldenhoven, Linnich oder Jülich seien aber nun einmal schneller in Würselen als in Düren, der eine oder andere Eifelbewohner rascher in Monschau, begründet Spelthahn die Kooperation. In einem ersten Schritt sollen materielle Ressourcen, mittelfristig aber auch personelle eingespart werden.

Aber das ist nur ein Aspekt interkommunaler Kooperation von vielen. Um die hohen Kursgebühren bei der Ausbildung freiwilliger Feuerwehrleute zu senken, hat sich der Kreis Düren mit dem Kreis Euskirchen und der Städteregion Aachen verständigt, am Feuerschutztechnischen Zentrum (FTZ) in Stockheim auf Containerbasis ein Trainingszentrum zu errichten, in dem Brände jedweder Art simuliert werden können, erklärt Wolfgang Spelthahn. Schon heute nutzen auch auswärtige Feuerwehren die Atemschutzteststrecke im FTZ.

1,5 bis 1,7 Millionen Euro werden die drei Partner bis Mitte kommenden Jahres investieren. Eine Investition, die sich schnell auszahle, erklärt Spelthahn, zumal sich auch das Forschungszentrum Jülich mit der Ausbildung der Werksfeuerwehr beteiligt. Spelthahn rechnet mit einer Kostenersparnis von 30 Prozent, sollten noch weitere Partner wie der Kreis Heinsberg mit ins Boot steigen, auch 40 oder 50 Prozent.

Auch eine einheitliche Kleiderkammer ist im FTZ geplant, in einem ersten Schritt nur für die 15 Kreiskommunen, in einem zweiten auch offen für benachbarte Kreise. Auch durch diese Maßnahme verspricht sich der Landrat ein erhebliches Einsparpotenzial, bei der Lagerhaltung, aber auch bei der Ersatzbeschaffung ausgedienter Ausrüstungsgegenstände.

Kooperieren wollen der Kreis Düren und die Städteregion auch bei den Themen Klimaschutz und Elektromobilität. Ziel sind ein gemeinsames Klimaschutzkonzept, mit dem man 2011 auch am Bundeswettbewerb „Kommunaler Klimaschutz” teilnehmen will, und der Ausbau eines Elektro-Tankstellennetzes.

Zudem will der Kreis Düren bei der Datenverarbeitung künftig statt der KDVZ in Frechen die Regio.IT nutzen, an der die Städteregion beteiligt ist.
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