Städteregion - Digitalisierung ist großes Thema bei Vereidigung

Digitalisierung ist großes Thema bei Vereidigung

Von: David Grzeschik
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Vereidigung im Aachener Einhard-Gymnasium: Rund 230 angehende Lehrerinnen und Lehrer treten ihren Vorbereitungsdienst an. Foto: Ralf Roeger

Städteregion. Angehende Physik- und Informatiklehrer können sich freuen: In Sachen Berufschancen dürften sie von allen Referendaren die besten Karten haben. „Insbesondere die Informatik-Referendare hier im Bezirk kann ich an einer Hand abzählen“, sagte Manfred Egerding, zuständiger Personalrat des Philologen-Verbandes Nordrhein-Westfalen in der Bezirksgruppe Aachen.

Auch bei anderen Naturwissenschaften und im Fach Sport herrsche derzeit durchaus Bedarf. „Eine klassische Kombination, die gerade weniger dringend gesucht wird, ist beispielsweise Deutsch und Geschichte.“

Was das konkret bedeutet, werden die rund 230 neuen Studienreferendarinnen und Studienreferendare bald am eigenen Leib erfahren. In der Aula des Einhard-Gymnasiums in Burtscheid wurden sie nun vereidigt und zugleich über Grundlagen, Verlauf und Schwerpunkte der Ausbildung informiert. Nun dürfen sie sich Beamte auf Widerruf nennen und den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen absolvieren.

Dabei beträgt die Dauer des Referendariats der angehenden Gymnasial- und Gesamtschullehrer 18 Monate. In dieser Zeit werden sie am „Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung“ in Aachen (ZfsL) und in circa 30 Schulen in der Städteregion ausgebildet.

„Der Beruf überträgt schon früh Führungsverantwortung, drei Monate nach der Einstellung werden Sie mit eigenem Unterricht anfangen“, sagte Helga Gubitz-Peruche, Leiterin des ZfsL Aachen, vor den Anwesenden. Zweifellos erwarte die Referendare eine anstrengende Zeit, die aber durchaus viele spannende und bereichernde Herausforderungen beinhalte.

Einen ähnlichen Ton schlug in seiner Rede vor den Referendaren Stephan Kratzel an, der Leiter des Seminars für Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen am ZfsL ist. Er betonte unter anderem die Doppelrolle, die die Referendare bald einnehmen würden: auf der einen Seite die des Auszubildenden und auf der anderen Seite die des verantwortlich agierender Lehrers. Er riet dazu, sich nicht von vermeintlichen Horrorgeschichten über die Zeit im Referendariat vereinnahmen zu lassen.

Blickt man auf die jüngere Vergangenheit des Lehrerberufs, so fällt unter anderem auf, dass sich die Geschlechterverteilung auffällig verändert hat. Weiblich sind schätzungsweise zwei von drei Referendaren, die jetzt anfangen, stellte Manfred Egerding fest. „Was wir aus den Grundschulen längst kennen, beobachten wir nun auch vermehrt bei den höheren Schulformen“, erklärte er. Dem allgemeinen Trend folgend, sei inzwischen auch eine gute Abschlussnote deutlich wichtiger als in früheren Zeiten.

Eines der großen Zukunftsthemen ist die Digitalisierung. Zwar seien viele Schulen bereits mit technischen Geräten ausgestattet, häufig mangele es aber noch an sinnstiftendem Einsatz. „Eine der großen Fragen ist zum Beispiel, wie wir in Zukunft mit dem Smartphone im Unterricht umgehen wollen“, sagte Helga Gubitz-Peruche und verwies auf die Notwendigkeit von Medienkonzepten. Ohnehin vollzögen sich Entwicklung und Fortschritt in diesem Bereich unheimlich schnell.

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