Diebe haben es auf DRK-Fahrzeuge abgesehen

Von: Beatrix Oprée
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DRK Krankenfahrdienst im Einsatz.

Würselen. Als die Einsatzkräfte Donnerstagmorgen um 5.45 Uhr ihren Dienst antraten, trauten sie ihren Augen kaum: Gleich zwei Wagen für Kranken- und Behindertenfahrten waren spurlos verschwunden.

Gegen 20 Uhr am Mittwoch waren die Vans auf öffentlichen Parkplätzen an der Jens-Otto-Krag-Straße im Gewerbegebiet Aachener Kreuz abgestellt und ordnungsgemäß verriegelt worden, in der Nacht hatten die Diebe zugeschlagen.

Nicht zum ersten Mal, wie Erwin Fischer, Fachbereichsleiter Krankenfahrten beim Deutschen Roten Kreuz, Städteregion Aachen, auf Anfrage berichtet. Schon in der Nacht zum 9. Februar war ein baugleiches Fahrzeug entwendet worden. Es handelt sich um weiße Mercedes Sprinter mit der Aufschrift Deutsches Rotes Kreuz – DRK Fahrdienst Kreis Aachen. Die beiden jüngst gestohlenen Transporter hatten die Kennzeichen AC RK 9401 und 9402.

Die Fahrzeuge verfügten über teure Spezialausrüstung, darunter jeweils einen sogenannten Linearlift, eine Fahrtrage und einen Tragestuhl sowie moderne Kommunikationseinheiten zur Textübertragung, auch um Einsätze zu koordinieren.

Die Diebstähle sind nicht nur ein teurer Verlust – pro Fahrzeug schlagen sie mit einem Neuwert von rund 48.000 Euro zu Buche. Sie bedeuten viel mehr auch erhebliche Probleme bei der Bewältigung der täglichen Arbeit. Die gestohlenen Wagen gehörten in eine Flotte von einst insgesamt 18 Transportern, eingesetzt für die Fahrten von kranken und behinderten Menschen. „Wir sind da, um zu helfen“, unterstreicht Erwin Fischer. „Kranke Menschen müssen ins Krankenhaus oder zum Arzt gebracht werden, alles das schien nun teilweise gefährdet. Doch mit Glück und dem Entgegenkommen von Krankenhäusern und Patienten, ist es uns geglückt, den Donnerstag noch zu retten. Und auch am Freitag werden wir es noch schaffen.“ Fischer hat um Unterstützung bei den Nachbarkreisen gebeten. Bis Ersatz angeschafft worden ist, können die DRKler aus der Städteregion auf Hilfe aus Düren setzen: „Wir sind eben eine große DRK-Familie.“

Dennoch wird die Koordination der Fahrten nicht leicht in den kommenden Wochen. „Unter Umständen müssen wir sogar Kunden vertrösten“, befürchtet der Fachbereichsleiter. Sieben bis acht Touren – je nach Streckenlänge und Wartezeiten – absolviert ein Fahrzeug pro Tag. „Wir kommen insgesamt auf rund 100 Krankenfahrten täglich“, sagt Fischer.

Damit das weiterhin glatt laufen kann, soll es Dieben in Zukunft schwer gemacht werden: Die DRK-Flotte soll künftig mittels eigens installierter Videoanlage überwacht werden.

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