Die Polizei zeigt 13 Rote Karten

Von: red
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Erhebliche Verkehrsbehinderungen: Nach dem Sieg der deutschen Fußballelf gab es zahlreiche Autokorsos in der Städteregion. Foto: Ralf Roeger

Aachen. In der Fußballersprache sagt man, die Gelben und Roten Karten hätten locker gesessen. Haben sie aber nicht. Sie waren zwingend notwendig, so das Resümee der Aachener Polizei am Tag nach dem Spiel der deutschen Mannschaft gegen Ghana.

260 Platzverweise und 13 Transporte ins Polizeigewahrsam zeigen, dass die Ordnungshüter rund um Markt und Pontstraße in Aachen vor allem am späten Abend und in der Nacht alle Hände voll zu tun hatte. In der restlichen Städteregion war es hingegen relativ ruhig. Zwar habe es „kleinere Scharmützel, umgeworfene Mülltonnen und andere Dinge gegeben”, berichtet Polizeisprecher Paul Kemen: „Doch wir haben nichts Gravierendes registriert.”

Handgreiflicher ging es da in Aachen zu. Während des Spiels war es im Bereich Markt und Pontstraße zu Schlägereien gekommen. Gegen drei polizeibekannte junge Männer wurde die Höchststrafe ausgesprochen: ein Betretungsverbot für den Innenstadtbereich bis nach dem WM-Endspiel. Sechs Mal wurde dieses laut Polizei „probate Mittel” bisher gegen ewig Unbelehrbare während der WM ausgesprochen.

Unmittelbar nach Spielschluss häuften sich laut Polizei die Einsätze. In der Pontstraße wurde ein bengalisches Feuer entzündet. Ein Verdächtiger konnte ermittelt werden. Gegen vier junge Männer wurden Strafverfahren eingeleitet, weil sie auf das Dach eines Aseag-Busses geklettert waren und darauf rumturnten. Nach Zeigen des Hitlergrußes und Beleidigung wurde ein junger Mann, der der rechten Szene zuzuordnen ist, in Gewahrsam genommen. Ein Strafverfahren läuft. Insgesamt leitete die Polizei zehn Strafverfahren ein. Überwiegend wegen Körperverletzung und Diebstahl.

Gegen 0.30 Uhr hatten sich rund 250 Personen im Pontviertel auf die Straße gesetzt und so verhindert, dass Autos die Straße passieren konnten. Wartende Autos schaukelten sie regelrecht auf. Mit Hilfe einer Polizeikette konnte die Situation entschärft werden. Den 250 Personen wurden Platzverweise erteilt, drei reagierten nicht und wanderten ins Gewahrsam.
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