DFB-Stiftung unterstützt Projekt: So bleiben Kinder fit

Von: Marcus Erberich
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Im Herbstlaub toben, statt vor
Im Herbstlaub toben, statt vor dem Fernseher rumzuhängen: Die Förderschule am Kennedypark sagt schlechter Ernährung und Bewegungsfrust den Kampf an und nimmt am Projekt „Agil” teil. Gesundes Kochen und viel Zeit an der frischen Luft stehen auf dem Plan. Foto: Harald Krömer

Aachen. Zu wenig Bewegung und schlechte Ernährung - viele Kinder sitzen nach der Schule etliche Stunden vor dem Fernseher oder am Computer. Die Folge sind sogenannte Zivilisationskrankheiten. Betroffenen Kindern und ihren Familien zu zeigen, dass es auch anders geht, ist Ziel von „Agil”.

Die Egidius-Braun-Stiftung des Deutschen Fußballbundes (DFB) unterstützt das Projekt mit einer Spende in Höhe von 5000 Euro. Karl-Heinz Witt vom Fußballverband Mittelrhein übergab den Scheck stellvertretend auf dem Hof der Förderschule am Aachener Kennedypark, die am Projekt teilnimmt. „Es geht uns darum, die Gesundheit der Kinder zu fördern - gerade in Schulen, wo viele Randgruppen vertreten sind”, sagt Witt.

Mitarbeiterinnen der Organisation besuchen im Zeitraum von zwei Jahren einmal wöchentlich ihre Gruppe, um mit ihr unter Anleitung gesund zu kochen oder Zeit an der frischen Luft zu verbringen. 20 Kindertagesstätten und neun Grundschulen nehmen das Angebot bereits wahr oder haben es schon abgeschlossen - mit Erfolg. Auf Nachhaltigkeit wird besonders geachtet: Erzieher und Lehrer werden von den „Agil”-Moderatorinnen geschult, damit die Idee des Projekts auch nach Ablauf der zwei Jahre weiter verfolgt wird.

Es geht dabei nicht nur um Sport. Vielmehr sollen die Kinder wieder lernen, sich zu bewegen und ihre Grenzen zu erfahren. „Kinder sind heute zu sehr reglementiert. Bei uns dürfen sie sich auch mal dreckig machen - unter Aufsicht natürlich”, so Cornelia Mavrommatis vom Kinderschutzbund Aachen, dem Träger des Projekts, das nun auf das gesamte Gebiet der Städteregion ausgeweitet wird. So nehmen etwa aus Eschweiler bereits die Don-Bosco-Grundschule und die Kita Purzelbäume teil. Projektpartner sind das Gesundheitsamt der Städteregion sowie Schul- und Jugendamt der Stadt. Die Kitas und Schulen müssen das Projekt zwar selbst bezahlen, sie haben aber die Möglichkeit, bei einigen Krankenkassen eine Förderung von bis zu 90 Prozent der Kosten zu beantragen.

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