Der Verbrauch sinkt, die Kosten steigen

Von: Michael Grobusch
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Städteregion. Die Bilanz fällt auf den ersten Blick wenig erbauend aus: Trotz zahlreicher Maßnahmen sind die Energie- und Wasserkosten für die Städteregion seit 2010 von jährlich 2,11 auf 2,25 Millionen Euro (2014) gestiegen.

Thomas Pilgrim sieht in diesen Zahlen, die zum aktuellen Energie- und Medienbericht gehören, aber dennoch einen Beleg für erfolgreiche Arbeit: „Unsere Maßnahmen zeigen Wirkung. Es ist uns gelungen, die zum Teil beträchtlichen Preiserhöhungen beinahe komplett aufzufangen“, stellt der Leiter des Umweltamtes mit Blick auf die Gesamtwerte für die städteregionalen Immobilien fest.

Vor allem beim Wasserverbrauch (minus 12 Prozent) und bei der Heizenergie (minus 10 Prozent) wurden beträchtliche Reduzierungen erreicht. Der Stromverbrauch konnte binnen vier Jahren um drei Prozent gesenkt werden. Dem stehen allerdings um 26 (Strom) bzw. 15 (Heizung) Prozent gestiegene Preise gegenüber.

Lediglich der Wasserpreis blieb laut Pilgrim im bilanzierten Zeitraum konstant. „Ohne diese Verbrauchsreduzierungen wären in 2014 witterungs- und preisbereinigt rund 204.000 Euro zusätzliche Energie- und Wasserkosten entstanden.“

Die Städteregion sieht er auf einem guten Weg. Mehrere Räder greifen demnach beim Prozess der Verbrauchs- und Kostenreduzierung ineinander. Dazu gehört beispielsweise das systematische Energiecontrolling, das nach einer erfolgreichen Pilotphase nun schrittweise in allen Gebäuden von dem vollautomatischen Programm „e2watch“ übernommen wird.

Der Ausbau der zentralen Gebäudeleittechnik, die die Überwachung und Steuerung technischer Anlagen aus der Ferne ermöglicht, wird laut Verwaltung bereits seit dem vergangenen Herbst forciert. „Das System umfasst mittlerweile alle Berufskollegs und Förderschulen inklusive der angegliederten Sporthallen und mitversorgten Kindergärten sowie das Haus der Städteregion und das Katastrophen- und Hilfeleistungszentrum Simmerath“, zählt Pilgrim auf.

Mit dem gewünschten Effekt, wie der Amtsleiter unterstreicht: 2014 konnten gegenüber dem Vorjahr Energieeinsparungen in Höhe von rund 99.000 Euro erzielt werden. Bis 2018 soll die zentrale Leittechnik auf alle Gebäude der Städteregion ausgeweitet werden.

Eine wichtige Rolle spielt, so Pilgrim, auch die weitere Betriebsoptimierung. „Denn moderne technische Ausstattung führt nicht automatisch zu einem niedrigen Energieverbrauch.“ Deshalb sollen Raum- und Hallenbelegungen besser aufeinander abgestimmt und Nutzungspausen mehr noch als bisher vermieden werden. „Unser Ziel ist, den Betrieb der technischen Anlagen möglichst genau an die Belegung anzupassen.“

Nicht zuletzt soll das Umweltbewusstsein bei den Nutzern der Gebäude weiter geschärft werden. Die Verwaltung zieht in Betracht, hierfür auch finanzielle Anreize zu schaffen, etwa durch die Beteiligung von Vereinen an erzielten Einsparungen.

Der „Topwert“ des Energie- und Medienberichtes findet sich im Übrigen bei der CO2-Emission. Die konnte seit 2010 um satte 48,6 Prozent und jährlich um 4400 Tonnen reduziert werden.

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