Der Alltagsdruck macht Füßen schwer zu schaffen

Von: ath
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Fragen unserer Leser rund um das Thema Erkrankungen und Verletzungen der Füße und des Sprunggelenkes beantwortet Dr. Alexander Sikorski im Rahmen unserer Telefonaktion.

Simmerath. Unsere Füße müssen im Laufe eines Menschenlebens eine ganze Menge aushalten und einstecken. Das komplexe Zusammenspiel von Gelenken, Bändern, Sehnen und Muskel wird dabei schon im ganz normalen Alltag beim Stehen und Gehen stark beansprucht.

So muss der Fuß beispielsweise bei jedem Schritt einen Druck von bis zu einer halben Tonne Gewicht abfedern. Dazu kommt dann häufig noch die Belastung beim Sport.

Im Rahmen unserer Telefonaktion „Leser fragen – Ärzte antworten“ informiert am Mittwoch, 13. April, der Leiter des Fußzentrums an der Eifelklinik St. Brigida in Simmerath, Dr. Alexander Sikorski, über moderne Therapiemöglichkeiten bei Erkrankungen und Verletzungen der Füße und des Sprunggelenks.

Bereits kleinere Fehlstellungen und Veränderungen in der Anatomie des Fußes oder des Sprunggelenks können zu Störungen im Gangbild sowie Fehlhaltungen mit unter Umständen schweren Folgeschäden führen. Davon können dann auch weitere Gelenke, wie Knie, Hüfte und letztlich die Wirbelsäule betroffen sein. erläutert der Facharzt.

Zu den Krankheitsbildern, die auch am Eifler Fußzentrum behandelt werden, zählen zum Beispiel Fehlstellungen der Füße oder der Zehen, Erkrankungen der Achillessehne, der Sehnen und Bänder im Fuß sowie der Sprunggelenke, Beschwerden durch Arthrose, Rheuma oder als Folgen eines Unfalls und Fußstörungen bei Diabetes und neurologischen Erkrankungen.

„Neu entwickelte Behandlungsverfahren haben die konservative und operative Therapie von Erkrankungen an Fuß und Sprunggelenk deutlich verbessern können“, sagt Dr. Sikorski. Für die konservative Behandlung ohne Operationen seien mit großem Erfolg optimierte Einlagenversorgungen entwickelt worden. Dies erspare einer großen Zahl von Patienten Operationen an den kleineren Mittelfußknochen, die leider nicht immer zu guten Ergebnissen führten.

Die Kenntnis der Biomechanik des Fußes lasse aus einer Vielzahl von Operationstechniken auswählen, die eine Gelenkversteifung zu umgehen helfen. „Und selbst wenn eine solche Versteifungsoperation nicht zu umgehen ist, heißt das noch lange nicht, dass der ganze Fuß versteift wird“, beruhigt der Facharzt mit Blick auf zahlreiche Beispiele von ihm behandelter Patienten.

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