Städteregion - Das Euregionale Medienzentrum steht den Schulen zur Seite

Das Euregionale Medienzentrum steht den Schulen zur Seite

Von: Rolf Hohl
Letzte Aktualisierung:

Städteregion. Kinder und Jugendliche kommen heute meist schon sehr früh mit digitalen Medien in Kontakt. Um damit verantwortungsvoll umgehen zu können, ist jedoch auch die entsprechende Kompetenz nötig – und die fällt nicht einfach vom Himmel.

Weil ein eigenes Schulfach dafür aber noch in weiter Ferne liegt, müssen die Grundschulen und weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen bis 2021 eigene Medienkonzepte vorlegen.

Diesem Erlass der Landesregierung nachzukommen, ist für viele Schulen eine Herausforderung. Es gilt, in den ohnehin eng getakteten Stundenplänen noch zusätzliche Kapazitäten für die Vermittlung verschiedener Lerninhalte zur digitalen Welt zu schaffen. Dabei erhalten die Schulen und insbesondere die Lehrkräfte Unterstützung vom Euregionalen Medienzentrum der Stadt Aachen, der Städteregion und Ostbelgiens. Und diese Hilfe wird offenbar angenommen, wie die große Nachfrage bei der Tagung „Medienpass NRW“ in der Aachener Nadelfabrik zeigte. Die 100 Teilnehmerplätze waren innerhalb kürzester Zeit besetzt.

24 Themenfelder besetzt

Ingesamt 24 Themenfelder haben die Experten des Medienzentrums dazu in einem Kompetenzrahmen zusammengestellt. Dieser reicht von Hardware-Kenntnissen über qualifizierte Informationsrecherche bis hin zur Bedeutung von Algorithmen und ist eine Art Zielformulierung für den Unterricht der Zukunft. Das alles solle jedoch nicht in einem eigenen Schulfach vermittelt werden, sondern unter den Lehrkräften aufgeteilt werden, erklärt die Leiterin des Medienzentrums, Lara Langfort-Riepe. „Wenn wir die Ziele kennen, dann wissen wir auch, wen wir für diese Themen fit machen müssen“, sagt sie.

Dies könne mitunter auch mit externen Partnern geschehen, wie es teilweise schon jetzt von einigen Schulen praktiziert werde. Die RWTH sei einer davon und als technische Universität sicherlich in besonderer Weise zur Wissensvermittlung in diesem Bereich geeignet, sagt Langfort-Riepe. „Es gibt aber beispielsweise auch Partnerschaften mit der Regio IT, die sich mit Datenschutz beschäftigen, oder mit der Stadtbibliothek und dem Stadtarchiv, wo es dann hauptsächlich um Medienrecherche geht.“

Für externe Angebote öffnen

Die Schulen, ist die Leiterin überzeugt, müssten sich in Zukunft mehr für solche Bildungsangebote von außen öffnen. Wie die konkreten Medienkonzepte der Schulen dann im Einzelnen aussehen werden, ist aber letztlich eine Sache der Lehrerkollegien vor Ort. Das hänge in entscheidendem Maße auch von der technischen Ausstattung ab, und hier sei das Gefälle teilweise noch groß, bemängelt die Leiterin des Medienzentrums.

Fehlendes oder zu schwaches W-LAN und veraltete Computer seien Hürden, die es auf diesem Weg zu überwinden gelte. „Insgesamt sind die Schulen aber auf einem guten Weg, auch wenn das gerade für alle ziemlich anstrengend ist.“

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