Christiane Karl kandidiert für die Position der Städteregionsrätin

Von: Jutta Geese
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Sie will Städteregionsrätin werden: Christiane Karl aus Eschweiler. Die SPD-Chefs Karl Schultheis (Aachen-Stadt, l.) und Martin Peters (Aachen-Land) sicherten ihr die Unterstützung der Partei zu. Foto: I. Röhseler

Städteregion. Christiane Karl aus Eschweiler ist nun auch offiziell die Kandidatin der Sozialdemokraten für die Position der Städteregionsrätin bei der Kommunalwahl am 25. Mai. Bei der Wahlversammlung im Kulturzentrum Talbahnhof in Eschweiler stimmten 79 der 83 Delegierten aus den Unterbezirken Aachen-Stadt und Aachen-Land für die 59-Jährige, drei gegen sie. Es gab eine Enthaltung.

Christiane Karl, derzeit stellvertretende Städteregionsrätin, ist seit 15 Jahren kommunalpolitisch aktiv, zunächst im Eschweiler Stadtrat, dann im Kreistag und seit 2009 im Städteregionstag. Stefan Kämmerling, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender von Karls „Heimatstadtverband“ Eschweiler, bezeichnete sie als „eine der führenden Persönlichkeiten der SPD in der Region“.

Politische Wegbegleiter beschreiben sie laut Kämmerling wie folgt: „Bestens vernetzt, hart in der Sache, versöhnend im Ton, verbindlich in ihren Zusagen, gewinnend im Gespräch.“ Und Eschweiler Bürgermeister Rudi Bertram erklärte, er kenne Karl als „sehr engagierte Frau, die zwar nicht so nach vorne prescht, aber immer viele wertvolle Tipps gebe“. Sie sei stets „mit Herzblut“ dabei.

Mit dem Satz des griechischen Philosophen Demokrit „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende“ leitete Christiane Karl ihre „Bewerbungsrede“ vor den Delegierten ein und fuhr fort: „Ich bin davon überzeugt, dass wir als Vertreter der Städteregion nicht nur Mut, sondern auch Visionen, Kreativität und ein klares Leitbild brauchen.“ Ihres, das wurde an diesem Abend deutlich, orientiert sich am Motto der Friedrich-Ebert-Stiftung: „Der sozialen Demokratie verpflichtet.“

Und so verwundert es nicht, dass Karl ihre inhaltlichen Schwerpunkte in den Bereichen Arbeit und Bildung setzt. Dabei betont sie, dass es darum gehen müsse, „gute Arbeit“ zu schaffen. Denn die sei „das wirksamste Mittel gegen Armut“ – und die wolle sie wirkungsvoll bekämpfen.

Im engen Miteinander von Verwaltung und Wirtschaft, im Schulterschluss mit den Gewerkschaften, ihre Kontakte zu und das Know-how der Arbeitsgemeinschaft Selbstständige in der SPD nutzend, will Karl gemeinsam mit der Politik „ein attraktives Umfeld schaffen, das dem Handwerk und den Industriebetrieben, dem Handel und dem Dienstleistungsbereich gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stellt“.

Dazu müssten unter anderem das Jobcenter gestärkt sowie die Bereiche Bildung, Arbeit und Soziales eng miteinander verzahnt werden. Vor allem die Jugend liege ihr dabei am Herzen. Deshalb wolle sie eine Jugendberufsagentur für die Städteregion einrichten, die alle Instrumente bündelt. „Kein Jugendlicher darf uns verloren gehen“, rief Karl unter dem Beifall der Delegierten.

Kurz skizzierte Karl auch ihre Vorstellungen zu Themen wie Verkehr und Umweltschutz, Energieversorgung (auch für finanzschwache Familien), Kultur und Tourismus sowie grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Kommunen stärken

Klare Vorstellungen hat sie auch zum Verhältnis von Städteregion und Kommunen: „Die Städteregion muss endlich gleichermaßen Dienstleister und Partner für die Kommunen werden. Sie soll die Kommunen in ihrer Entwicklung unterstützen und ihnen durch eine verantwortungsvolle Finanzpolitik neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Die Städteregion soll nur da aktiv werden, wo tatsächlich regionale Kooperation für alle einen Mehrwert darstellt.“

Immer wieder wurde Karls Rede von den Delegierten mit Beifall unterbrochen. Als dann das Wahlergebnis feststand, erklärte Aachens SPD-Chef Karl Schultheis auch im Namen seines Aachen-Land Kollegen Martin Peters: „Ich darf dir versichern, dass wir mit dir gemeinsam Wahlkampf machen werden und nicht nur heute deinen Namen angekreuzt haben.“

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