Check-In-Day: Die Berufswahl leichter gemacht

Von: Maximilian Grönegräs
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Check-In-Day bei der Soptim AG: Julia Göhmann, Auszubildende und Organisatorin (links), erklärte zahlreichen jungen Interessenten die Perspektiven in ihrem Unternehmen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Wie kann man sich als Schülerin oder Schüler schon vor dem Erreichen der mittleren Reife über einen zukünftigen Beruf informieren? Natürlich gibt es sowohl im Internet als auch bei einigen Initiativen bereits einige Angebote. Der diesjährige Check-In-Day bot jetzt allerdings die einzigartige Möglichkeit, praxisbezogene Einblicke in über 40 Unternehmen zu gewinnen.

„Die jährliche Veranstaltung findet schon zum dritten Mal statt“, berichtet Michael Schmitz vom Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Europa der Stadt Aachen. Circa 1200 Schülerinnen und Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe von insgesamt 17 Schulen aus dem Raum Aachen nahmen dieses Jahr teil. „Besonders wichtig ist uns die direkte Interaktion zwischen den potenziellen Auszubildenden und den Unternehmen“, erklärt Schmitz. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich nicht nur vor Ort über die Ausbildungs- und Praktikumsplätze informieren, sondern auch bereits einige Kontakte knüpfen und verschiedene praktische Übungen machen. Premium Sponsor der Veranstaltung war in diesem Jahr wieder die Soptim AG, ein IT-Dienstleister im Bereich Energiewirtschaft.

Die 21-jährige Auszubildende Julia Göhmann hatte den diesjährigen Check-In-Day bei Soptim organisiert. „Wir erklären den Jugendlichen nicht nur, was genau wir hier in dem Unternehmen machen“, erklärt sie. „Sie können auch selber mit uns einige Roboter programmieren.“ Die beiden 15-jährigen Freunde Andrej Krebs und Tim Keune vom Ritzefeld Gymnasium in Stolberg interessieren sich beide schon seit langem für Mathe und Informatik. In ihrer Freizeit programmieren sie im Moment sogar gemeinsam eine Website. „Die Grundlagen und das Layout sind schon fertig, wir müssen nur noch etwas hineinschreiben“, erklärt Andrej begeistert. Dass sie nun auch einmal Roboter programmieren dürfen, finden beide Jungs natürlich sehr spannend.

Dina M‘Barek hat beim Programmieren schon etwas mehr Erfahrung. Gemeinsam mit ihrem Vater hat sie bereits das Betriebssystem eines Roboterspielzeugs repariert. Die 13-jährige Schülerin vom Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen interessiert sich allgemein für Naturwissenschaften: „Eigentlich wollte ich heute auch zur RWTH, aber das schien mir dann doch nicht so interessant zu sein.“ Die 14-jährige Sonja Polyzoickes vom Aachener Kaiser-Karls-Gymnasium begeistert sich ebenfalls für Technik und Naturwissenschaften. Auf dem Mädchen-Technik-Tag bei Lancom hat sie auch schon mal einen Roboter programmiert. Bei Soptim hinter die Kulissen blicken zu dürfen finden die beiden Freundinnen natürlich auch besonders interessant.

Viele Möglichkeiten

Mit dem Check-In-Day solle vor allem für die vielfältigen Möglichkeiten einer Berufsausbildung geworben werden, so Dieter Begaß, Fachbereichsleiter Wirtschaft, Wissenschaft und Europa der Stadt Aachen: „Weiterhin entscheidet sich die Mehrzahl der Hochschulabsolventen lieber für ein Studium statt eine Ausbildung.“ Stefan Graaf, Geschäftsführer des Jobcenters der Städteregion Aachen stimmt ihm zu. Für ihn sei es wichtig Jugendliche möglichst früh an das Berufsleben heranzuführen. Die aktive Vermittlung von Ausbildungsplätzen sei außerdem eine treibende Kraft gegen die Arbeitslosigkeit.

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