Caritas-Projekt: Kurzfilme der ganz besonderen Art

Von: Tobias Röber
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Fünf Tage lang drehten die Beschäftigten der Caritas an verschiedenen Standorten. Herausgekommen sind sehenswerte Kurzfilme.

Städteregion. Betriebsintegrierte Arbeitsplätze, Rahmenzielvereinbarungen, Teilhabe am Arbeitsleben. Es sind nur drei von etlichen sperrigen Begriffen, mit denen sich die Beschäftigten der Caritas Behindertenwerk GmbH immer wieder konfrontiert sehen. Aber was verbirgt sich genau dahinter?

Mit einem außergewöhnlichen Projekt haben Beschäftigte der Caritas dies nun erarbeitet. Sie haben Kurzfilme gedreht, die jetzt Premiere feierten.

Dazu hat sich die Caritas professionelle Unterstützung eines Filmteams geholt. Und zwar von den drei Kölnern Ela Lichtenberg (Regie), Carlos Kurschilgen (Kamera) und Johannes Berger (Sound). Für das Trio war die Arbeit mit Menschen mit Behinderung eine ganz neue Erfahrung.

Fünf Handlungsfelder

Und eine, die es nicht missen möchte. „Es war total unkompliziert. Es wurde einfach gemacht“, zollt Ela Lichtenberg dem Team ein großes Lob. Von Seiten der Caritas waren die Mitarbeiter Nora Morsch (Organisation), Vanessa Schlösser und André Mahl (beide Begleitung) dabei. Neun Beschäftigte hauchten dem Projekt Leben ein: Detlef Nadler, Jonas Gärtner, Jan Dahmen, Kim Greilinger-Eßer, Hans-Werner Brandenburg, Drilona Mjekici, Francesca Rima, Frank Horbach und Jens Leesmeister.

Mit dem Film sollen die fünf Handlungsfelder der Rahmenzielvereinbarung III nähergebracht werden. Das ist eine Vereinbarung zur Weiterentwicklung der Teilhabeangebote von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben zwischen den rheinischen Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR). Fünf wesentliche Handlungsfelder werden in den kurzen Filmen erläutert: Individuelle Teilhabeangebote für Werkstattbeschäftigte; Übergänge von der Werkstatt für Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt; Betriebsintegrierte Arbeitsplätze; Persönliches Budget; Zusammenarbeit mit dem Werkstattrat.

Zusammengefasst geht es stets um die Teilhabe am Arbeitsleben der Menschen mit Behinderung. Die Rahmenzielvereinbarungen gehen auf die Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung im Jahr 2009 zurück. Diese beinhaltet die Möglichkeit, den Lebensunterhalt mit Arbeit zu verdienen, die in einem offenen, inklusiven und für Menschen mit Behinderung zugänglichen Arbeitsmarkt und Arbeitsumfeld frei gewählt oder angenommen werden kann.

Ziel der Vertragspartner ist, mit der Weiterentwicklung der Werkstätten die selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben zu fördern und gleichzeitig einen Beitrag zur Senkung der Kosten bei den Leistungen der Eingliederungshilfe zu leisten.

Fünf Tage lang wurde gedreht und zwar in den Werken in Würselen, in Kohlscheid, in Eschweiler-Weisweiler und in Monschau-Imgenbroich. Wäscherei, Schreinerei, Küche, Druckerei, Gartengruppe, Elektromontage – um nur einige zu nennen – wurden unter die Lupe genommen. Zudem wurde ein sechster Film gedreht: ein Imagefilm, in dem erklärt wird, was eine Werkstatt überhaupt ist. Die Filme werden den Beschäftigten und deren Angehörigen am Dienstag vorgeführt. Jeder kann sich das Werk auch im Internet ansehen. Zudem sind weitere Vorführungen geplant.

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