Busfahren soll ab April teurer werden

Von: Stephan Mohne
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Die Fahrkarten im Aachener Ver Bild: Sven Klein
Die Fahrkarten im Aachener Verkehrsverbund (AVV) werden voraussichtlich ab 1. April teurer: Im Schnitt müssen die Kunden von Bus und bahn 3,3 Prozent mehr für die Tickets bezahlen.

Aachen. Die Taxis fahren voran, aber die Busse folgen auf dem Fuße. Nicht nur bei den Droschken werden die Fahrpreise im neuen Jahr wie berichtet anziehen, auch Fahrten mit der Aseag und allen anderen Partnern im Aachener Verkehrsverbund (AVV) werden wohl teurer.

Die Politik muss dem zwar noch zustimmen, das ist aber meist bis auf Details reine Formsache. Im Schnitt um 3,3 Prozent sollen die Tickets mehr kosten. Begründet wird das seitens des AVV mit Kostensteigerungen. In Kraft treten soll der neue Tarif wie gewohnt zum 1. April.

Die Barpreise für Einzeltickets und Viererkarten sollen zwischen zehn und 25 Cent teurer werden. Ausnahme ist dabei nur die Kurzstrecke (1,60 mit Einzel- beziehungsweise 1,40 Euro mit Viererkarte). Ausgenommen sind generell die Bartickets für Kinder bis 14 Jahre. Dort sollen die Preise nicht angehoben werden.

Die Stufe 1 soll für Erwachsene demnächst beim Einzelpreis beispielsweise 2,50 statt 2,40 Euro kosten, Stufe 2 statt 3,20 bald 3,30 Euro, Stufe 3 statt 4,80 demnächst 4,90 und Stufe 4 soll von 7,50 auf 7,70 Euro steigen. Auch die Tageskarten sollen teurer werden: Eine für die ganze Städteregion würde demnächst 12,80 statt 12,50 Euro kosten. Prozentual ähnliche Steigerungen sind vorgesehen für Wochen- und Monatskarten (auch im Abo). Das Job-Ticket, in das in Sachen Luftqualität derzeit so viel Hoffnung gesetzt wird, soll sich für die Bereiche Aachen und Düren von 20,60 auf 21,30 Euro verteuern, das Job-Ticket für Kleinbetriebe von 25 Euro auf 25,90 Euro.

Diskutiert werden wird politisch gleichwohl wieder über „Dauerbrenner”, wenn es ums Busfahren geht. So zum Beispiel über das Schüler-Ticket. Schon mehrfach hatte der AVV vorgeschlagen, die Preise dafür - so wie auch bei den anderen Tarifen - anzupassen. Das aber wurde genauso regelmäßig abgelehnt. Nun wird wieder eine Preissteigerung von 23,20 auf 24 Euro vorgeschlagen.

Ein noch deutlich heißeres Eisen ist das vor wenigen Jahren eingeführte Ein-Euro-Ticket in Aachen - das eigentlich „CityXL” heißt. Auch dabei appelliert der AVV regelmäßig, die Preise dafür zu erhöhen. So auch diesmal. Wie schon öfters, wird eine Verteuerung von einem Euro auf 1,40 Euro vorgeschlagen. Mehr noch: Wenn demnächst die - politisch gewollte - „wandernde Kurzstrecke” eingeführt werde, dann müsse man über weitere Preisanpassungen beim „CityXL”-Tarif nachdenken. Bisher hielt die Politik - unter anderem ebenfalls wegen des Anreizes, das Auto stehen zu lassen und den Bus zu nehmen - an dem Ticket fest. Nun allerdings ist der Druck auf den städtischen Etat nochmals gewachsen.

Von den Preiserhöhungen erhofft sich der AVV Mehreinnahmen in Höhe von rund 2,65 Millionen Euro. Der Umsatz würde damit von 80,2 auf rund 82,9 Millionen Euro pro Jahr steigen. Die kalkulierten Mehreinnahmen berücksichtigen allerdings logischerweise nicht, ob dem ÖPNV wegen der kletternden Preise auch Kunden abhanden kommen.

Die Preise für Bustickets kletterten vor allem Ende des vergangenen Jahrzehnts. So wurden die Fahrscheine im Jahr 2006 um 3,6 Prozent im Schnitt angehoben. 2007 folgte eine Preiserhöhung um 3,7 Prozent, 2008 waren es 4,6 und 2009 nochmals 3,9 Prozent.

Die Taxipreise wurden zum Vergleich zuletzt 2008 angehoben und werden nun zum Jahreswechsel um rund neun Prozent im Schnitt steigen.
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