Eschweiler - Brusterkrankungen: Expertinnen wissen Rat

Brusterkrankungen: Expertinnen wissen Rat

Von: ath
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Eschweiler. Rundum zufrieden, sowohl mit der Resonanz als auch mit der Mischung der nachgefragten Themen, zeigten sich Dr. Gabriele Küpper und Dr. Tina Hackhofer am Ende von zwei Stunden Telefondienst.

Die Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Leiterin des Euregio-Brust-Zentrums am St.-Antonius-Hospital Eschweiler und die Fachärztin der Klinik hatten im Rahmen unserer Telefonaktion „Leser fragen – Ärzte antworten“ rund um das Thema Brusterkrankungen informiert.

Nur wenige Anruferinnen hätten Fragen zu einem konkreten Befund gehabt, berichten sie. Die meisten wollten wissen, was sie bei Beschwerden oder Veränderungen der Brust tun sollten. Viele der geschilderten Fälle hätten eher so geklungen, als stecke eine harmlose Ursache dahinter, schildern die beiden Gynäkologinnen ihren Eindruck.

Eine jüngere Anruferin hatte berichtet, dass bei ihr ein gutartiger Bindegewebsknoten, ein Fibroadenom, festgestellt worden sei. Nun wollte sie wissen, ob und wann sie das operieren lassen sollte. „Wenn bereits eine Gewebeprobe genommen wurde und solange sie keine Beschwerden hat und der Knoten nicht weiter wächst, kann sie ruhig noch abwarten. Allerdings empfiehlt sich, den Knoten regelmäßig per Ultraschall auf Veränderungen kontrollieren zu lassen“, erklärt Dr. Tina Hackhofer.

Generell sollte jede ungewöhnliche Veränderung der Brust beim Frauenarzt abgeklärt werden, um auszuschließen, dass etwas Ernstes dahinter steckt. So empfahl sie einer Patientin, die über Juckreiz und Rötungen an der Brust berichtete, zur Sicherheit eine Mammografie machen und eine Gewebeprobe entnehmen zu lassen.

Eine andere Anruferin, die in der 28. Woche schwanger war, hatte von Dr. Küpper wissen wollen, ob es normal sei, wenn zu diesem Zeitpunkt Sekrete aus der Brustwarze austreten würden. Das sei eigentlich im Rahmen des Normalen, eine Abklärung mit Ultraschall sei dennoch empfehlenswert, erklärte Dr. Küpper.

Beruhigen konnte sie auch eine Mutter, die anrief, weil bei ihrer zwölfjährigen Tochter eine Größendifferenz in der Brustentwicklung zu beobachten sei. Das könne normal sein, sie solle mal abwarten und die Tochter ansonsten einmal mit zu ihrer Frauenärztin nehmen, damit die sich das ansehe.

Eine ältere Anruferin, die seit 20 Jahren nicht mehr zur Krebsfrüherkennung gewesen war, hatte nun einen kleinen Knoten in ihrer Brust ertastet und fragte, was sie jetzt unternehmen solle. „Das sollte sie auf jeden Fall zügig abklären und eine Ultraschalluntersuchung und eine Mammografie machen lassen. Gegebenenfalls auch eine Gewebeprobe entnehmen lassen, um auszuschließen, dass es bösartig ist“, sagte Dr. Hackhofer.

Unter den Anruferinnen waren auch Patienten, die bereits eine Brusterkrankung hinter sich hatten. Eine Dame habe Fragen zur Antihormontherapie gehabt, die bei ihr, wie bei vielen Patienten, verstärkte Knochenschmerzen ausgelöst habe. Was sie dagegen tun könne? Empfehlenswert seien Sport und Gymnastik, um die Muskulatur zu stärken und die Gelenke zu entlasten, erläuterten die beiden Gynäkologinnen. Außerdem könnten bei Bedarf Schmerzmedikamente wie Ibuprofen helfen.

Allen Leserinnen legen die beiden Expertinnen ans Herz, regelmäßig die Krebsfrüherkennungsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen. „Das ist wichtig, damit, wenn etwas vorliegt, es möglichst früh erkannt und entsprechend behandelt werden kann“, betont Dr. Gabriele Küpper. Das könne lebensrettend sein.

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