Städteregion - Brandschutz: Bis Anfang 2017 wird die Lücke geschlossen

Brandschutz: Bis Anfang 2017 wird die Lücke geschlossen

Von: Michael Grobusch
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Städteregion. Ein bisschen hat sich die Situation mittlerweile wieder entspannt. Marlis Cremer kann deshalb mit einer gewissen Gelassenheit zurückblicken auf die Zeit, in der das von ihr geleitete Amt für Ordnungsangelegenheiten, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz und vor allem die dazu gehörige Arbeitsgruppe Brandschutz an die Grenzen des Machbaren gestoßen waren.

Im Herbst schien das Limit erreicht zu sein, als aufgrund des Zuzugs tausender Flüchtlinge in kurzer Zeit zahlreiche Notunterkünfte in der Städteregion zur Verfügung gestellt werden mussten. „Das machte brandschutztechnische Überprüfungen erforderlich“, berichtet Cremer. Und bei längst nicht jedem der vielen Ortstermine konnte am Ende festgestellt werden, dass sich das Gebäude für eine Unterbringung eignete.

Erschwerend kam seit Anfang des Jahres hinzu, dass Cremers Amt nunmehr die Brandschutzbeauftragten stellt und diese nach und nach die Mitarbeiter der Städteregionsverwaltung unterweisen und als Brandschutzhelfer ausbilden sollen. „Das bedeutet eine kontinuierliche Mehrbelastung der beiden betroffenen Kollegen“, stellt die Amtsleiterin fest.

Da außerdem die Arbeiten in der städteregionalen Atemschutzwerkstatt in Simmerath zunehmend umfangreich und anspruchsvoll seien, und nicht zuletzt, weil eine Kollegin im Bereich Brandschutz ihre Arbeitszeit rum 25 Prozent reduziert habe, sah sich Marlis Cremer gezwungen, eine dauerhafte personelle Verstärkung hausintern und gegenüber der Politik zu reklamieren. Zwar habe durch das hohe Engagement der Kollegen einiges kompensiert werden können. „Es darf aber nicht zu einer permanenten Überlastung kommen“, stellt sie klar.

Mittlerweile laufen die konkreten Vorbereitungen, die Stelle wird derzeit von der zuständigen Kommission definiert und kann voraussichtlich noch im September ausgeschrieben werden. Cremer ist zuversichtlich: „Wir hoffen, dass wir spätestens Anfang 2017 die erforderliche Verstärkung bekommen werden.“

Verzögerung bei Bauprojekten

Und zwar langfristig, da es sich um eine unbefristete Stelle handelt, die von einem feuerwehrtechnischen Beamten besetzt wird. Passé wären dann die Missstände, die Marlis Cremer vor der sommerlichen Sitzungspause in den zuständigen Ausschüssen beschrieben hatte: abgesagte Termine der Brandschutzunterweisung, Lehrgänge, die nicht besucht werden können, und die verzögerte Bearbeitung von brandschutztechnischen Stellungnahmen. „Ohne weitere personelle Unterstützung wird es zu Verzögerungen bei größeren Bauprojekten kommen“, hatte sie gewarnt.

Davon wären in erster Linie die Kommunen betroffen, in denen die Städteregion für den vorbeugenden Brandschutz zuständig ist: Roetgen, Simmerath, Baesweiler und Monschau. Doch weil die Verstärkung in Sicht ist, wird die Städteregion hier wohl bald Entwarnung geben können.

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