Städteregion - Bonus-Schecks für tüchtige Energiesparer

Bonus-Schecks für tüchtige Energiesparer

Von: Tyrone Schwark
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Mit Feuereifer bei der Sache: Beim Städteregions-Projekt „Aktiv fürs Klima“ machen auch die Kleinsten mit. Wie hier Kinder der Kita „Sonnenblume“ mit ihrer Betreuerin bei der Arbeit an ihrem Beitrag. Foto: Tyrone Schwark
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Freude über die erzielten Erfolge: die Projektsteuerungsgruppe der Städteregion Aachen mit dem Leiter des Umweltamtes, Thomas Pilgrim (r.).

Städteregion. Innerhalb von drei Jahren haben rund 30 Bildungseinrichtungen, die sich in der Trägerschaft der Städteregion Aachen befinden, an dem Projekt „Aktiv fürs Klima“ mitgewirkt. Nun wurde zum letzten Mal Jahresbilanz gezogen. Mit Bilanz sind die Energiekosten gemeint, die die teilnehmenden Schulen und Kindertagesstätten in einem Jahr einsparen konnten.

Insgesamt wurden durch solche zentralen Aktionen, Workshops, Vor-Ort-Beratungen und eine Aktionswoche 1.108.016 Joule Wärme und 148.260 Kilowattstunden Strom eingespart. Das machte auch eine Reduzierung von 268 Tonnen CO 2. Somit wurden die „Normalkosten“ um 13 Prozent gesenkt.

Neben dem guten Gewissen, etwas für den Umweltschutz getan zu haben, durften sich die Einrichtungen, wie in den letzten Jahren auch, über einen Bonus-Scheck freuen: 50 Prozent, etwas über 20.000 Euro, der eingesparten Kosten wurden prozentual auf sie verteilt.

Spaß im Vordergrund

„Es waren kleine Verhaltensweisen, die viel bewirkten“, sagt Thomas Pilgrim, Leiter des Umweltamtes. „Das Projekt sollte die Kinder für den Umweltschutz sensibilisieren.“ Dabei sollte aber vor allem darauf geachtet werden, dass der Spaß im Vordergrund steht. Denn: „Wir wollten nicht den Eindruck erwecken, dass Umweltschutz etwas mit Enthaltsamkeit oder Komfortverlust zu tun hat.“ Als Beispiel nannte er dabei die Autofasten-Aktion der Grundschule Breinig.

Dabei notierten sich die Schüler alle Strecken, die sie – normalerweise mit dem Auto – zu Fuß auf sich genommen haben. Beispielsweise zur Schule, zum Sport oder zum Spielen mit Freunden. „Und für die Kinder war es so auch viel schöner. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in dem Alter mehr Spaß daran hat, von Mama zur Schule gefahren zu werden, anstatt mit seinen Mitschülern gemeinsam zu gehen“, sagt Pilgrim.

Generell galt die Abschlussveranstaltung des Projekts denjenigen, die viel dafür geleistet haben: den Kindern und den zugehörigen Lehrern. Jeder durfte seine Projekte vorstellen und die gemachten Erfahrungen austauschen. Als Höhepunkt für die anwesenden Kinder führte die Kita „In der Dell“ und die Grundschule Grüntal eine Szene aus ihrem Umwelt-Theaterstück auf.

Aber nicht nur die Jüngsten präsentierten ihre Aktionen. Auch die Mies-van-der-Rohe-Schule für Technik beteiligte sich an dem Projekt und stellte neben einer Mehrwegflaschen-Sammlung auch eine eigene Mitfahrzentrale vor. „Damit sollen sich die Schüler einfacher untereinander abstimmen und so unnötige Mehrfahrten vermeiden“, sagt Holger Wilbrand, Abteilungsleiter Metalltechnik der Berufsschule. Obwohl das Projekt nach drei Jahren nun beendet ist und die Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ausläuft, möchte Thomas Pilgrim, dass es fortgesetzt wird. „Abgespeckt“, wie er sagt, „da wir den Status quo finanziell so nicht tragen können.“

Der Haushalt für sein Amt müsse zwar noch von der Politik bestätigt werden, aber dann würde einer Fortsetzung nichts im Weg stehen. „Gerade weil das Projekt so gut von den Schulen und Kitas angenommen wurde“, freut sich Thomas Pilgrim.

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