Herzogenrath - Bildung, Wirtschaft und Soziales: Drei Megathemen für Städteregion

Bildung, Wirtschaft und Soziales: Drei Megathemen für Städteregion

Von: Jutta Geese
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Herzogenrath. Ein komisches Gefühl sei es schon, sagt Carl Meulenbergh später. Zum letzten Mal hat er am Sonntag als Landrat beim Neujahrsempfang des Kreises Aachen eine Rede gehalten.

Einen Landrat wird es ab dem 21. Oktober, dem offiziellen Starttermin der Städteregion Aachen, nicht mehr geben, stattdessen einen für Stadt und Kreis Aachen zuständigen Städteregionsrat.

Meulenbergh wird sich zudem aus der Politik zurückziehen - nach 37 Jahren kommunalpolitischer Arbeit, davon fast 15 Jahre als Landrat. Kein Wunder, dass ihn „ein komisches Gefühl” bei seiner letzten Neujahrsansprache beschlich.

Und die stand ganz im Zeichen der Städteregion. Unter dem Motto „Heimat neu denken! Gemeinsam auf dem Weg in die Städteregion” machte Meulenbergh den knapp 400 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft deutlich, warum er der Gründung der Städteregion einen solch hohen Stellenwert beimisst. Die Region müsse sich für die Herausforderungen der kommenden Jahre neu aufstellen und richtig positionieren. „Wir können, wir wollen und wir müssen über die berühmten Kirchtürme hinwegblicken”, betonte er. „Gemeinsam”, das sei das Schlüsselwort für diesen Prozess.

Drei „Megathemen” müssen - und werden - die zehn Kommunen laut Meulenbergh gemeinsam bearbeiten: 1. die Städteregion „zur Bildungs- und Wissensregion Nummer 1 in Deutschland” entwickeln; 2. den Strukturwandel „konsequent angehen” und bei der Wirtschaftsförderung statt „unkoordinierter, sinnloser Konkurrenz” ein vernünftiges Miteinander pflegen, „ohne die lokalen Identitäten aufgeben zu müssen”; 3. den Zusammenhalt der Gesellschaft sichern durch einen integrierten Politikansatz, der die Aspekte Arbeit, Soziales, demografischer Wandel, Integration, Gesundheit und Bürgerengagement umfasst. Die Arbeitsstrukturen dafür seien vorgezeichnet, sagte Meulenbergh. Und er sei überzeugt, dass die Städteregion zur „Region des neuen Denkens” werde. Die Bürger rief er dazu auf, die Städteregion aktiv mitzugestalten.

Beim Umtrunk nach den musikalischen Darbietungen des Klarinettenquartetts der Jugendmusikschule Rhein-Kreis Neuss und des Kammerchores Carmina Mundi Aachen hatten die Gäste Gelegenheit, darüber miteinander ins Gespräch zu kommen.
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