Städteregion - Bettina Herlitzius wird Leiterin des Inklusionsamtes

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Bettina Herlitzius wird Leiterin des Inklusionsamtes

Von: Jutta Geese und René Benden
Letzte Aktualisierung:
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Bettina Herlitzius: Die ehemalige Bundestagsabgeordnete kehrt in die Verwalltung zurück.

Städteregion. Vor zwei Wochen überraschte Städteregionsrat Helmut Etschenberg die Politik mit der Ankündigung, in Kürze ein Inklusionsamt einzurichten, das die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Städteregion vorantreiben soll. Jetzt überrascht er manch einen mit einer personellen Entscheidung für eben dieses Amt.

Bettina Herlitzius, der bei der Bundestagswahl im vergangenen September nicht mehr der Einzug in den Bundestag für die Grünen gelang, soll die Leitung übernehmen. Die Architektin leitete, bevor sie 2007 Bundestagsabgeordnete wurde, elf Jahre lang beim ehemaligen Kreis Aachen elf Jahre schon einmal ein Amt, nämlich das für Wohnungs- und Straßenbau. Zeitweise gehörte auch das Gebäudemanagement zu ihrem Verantwortungsbereich.

Helmut Etschenberg betonte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass er mit der Bildung dieses Amtes die besonderen Bedeutung der Aufgabenstellung „Inklusion“ zum Ausdruck bringen wolle. Nach vielen Gesprächen mit Herlitzius, „bin ich überzeugt, dass sie die Richtige für dieses Amt ist“, sagt der Städteregionsrat. Das neue Amt werde ausschließlich aus vorhandenem Personal gebildet, wobei passende Aufgabenfelder aus anderen Organisationseinheiten in das neue Amt integriert werden müssten.

Zweifel an ihrer Qualifikation für das Amt – im Sozialausschuss etwa hatte der SPD-Städteregionstagsabgeordnete Gerhard Neitzke die Frage aufgeworfen, ob eine Architektin an dieser Stelle die richtige Wahl sei oder ob nicht jemand aus dem Sozialbereich besser geeignet sei – lässt Herlitzius nicht aufkommen. „Inklusion ist eine Querschnittsaufgabe, die man interdisziplinär angehen muss“, sagt sie. Das könne man mit Juristen, Sozialarbeitern oder Stadtplanern.

Mit Blick auf ihre bisherigen beruflichen und auch politischen Aufgaben betont sie, dass das Soziale ihr alles andere als fremd sei. Ganz im Gegenteil: Als freiberufliche Architektin habe sie sich schon vor vielen Jahren mit Gruppenwohnformen und generationsübergreifenden Lebensformen befasst. In ihrer Zeit als Amtsleiterin beim Kreis Aachen habe das Thema „barrierefreier Zugang zu öffentlichen Gebäuden“ insgesamt noch in den Kinderschuhen gesteckt, aber in diese Zeit sei etwa auch der entsprechende Umbau des Berufskollegs in Alsdorf gefallen, der in Zusammenarbeit mit den Lehrern geplant worden sei.

Für die Grünen sei sie sechs, sieben Jahre Mitglied in der Landschaftsverbandsversammlung gewesen und habe sich dort um das Thema „Ambulant vor stationär“ gekümmert, bei dem es unter um Wohnungsanpassung für Menschen mit Behinderung oder Ältere geht. Und als Mitglied im Regionalrat sei ihr das Thema „Mobilität und Barrierefreiheit“ ein wichtiges gewesen. „Ich habe jedenfalls seit 20 Jahren kein Haus mehr gebaut“, stellt Herlitzius fest.

Auch in den gut sieben Jahren im Bundestag habe sie sich mit Themen beschäftigt, die viel mit ihrer neuen Aufgabe als Leiterin des neuen Inklusionsamtes in der Städteregion gemein haben, sagt Herlitzius. Das Förderprogramm „Soziale Stadt“ etwa sei eines ihrer Schwerpunktthemen in der Fraktion gewesen. Mit Blick darauf, dass gut zwei Drittel der Maßnahmen, die der gerade erst verabschiedete Inklusionsplan für die Städteregion auflistet, die Bereiche Wohnen und Mobilität betreffen, sieht Herlitzius ihre neue Aufgabe daher auch „als Fortsetzung meiner Arbeit im Bundestag, wobei es jetzt konkret um die Realisierung von Vorhaben geht“. Und darauf freue sie sich sehr.

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