Bestnoten als Empfehlung: IHK zeichnet Absolventen aus

Von: Rolf Hohl
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236 junge Erwachsene haben in diesem Jahr in der Städteregion ihre Ausbildung mit der Bestnote „sehr gut“ abgeschlossen. Dafür wurden sie jetzt von der IHK Aachen im Museum Zinkhütter Hof in Stolberg ausgezeichnet. Foto: Andreas Herrmann

Städteregion. Die Auszubildenden haben bei den Abschlussprüfungen in diesem Sommer wieder einmal gezeigt, wozu sie in der Lage sind. In der Städteregion schlossen insgesamt 236 junge Erwachsene ihre Ausbildung mit Bestnote ab, also rund acht Prozent aller angetretenen Prüflinge.

Dafür wurden sie jetzt von der Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK) bei einer Feierstunde im Museum Zinkhütter Hof in Stolberg mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Anerkennung für Ausbildungsberufe und die dort erbrachten Leistungen seien wichtig, um etwa in den Bereichen Handel und Industrie genügend qualifizierten Nachwuchs zu haben, betonte der Vizepräsident der IHK Aachen, Wolfgang Mainz. „Theoretisches Wissen mit der Praxis zu verbinden und in jungen Jahren Erfahrungen im Betrieb zu sammeln, hilft dabei, gefestigt ins Berufsleben zu gehen“, sagte er.

Und auch trotz stetig steigender Studierendenzahlen bleibe die Ausbildung offensichtlich immer noch für viele attraktiv. Zudem seien jüngere Menschen gegenüber der Globalisierung und Digitalisierung in der Wirtschaft viel offener und würden diese nicht als Bedrohung sehen.

Ausbildung und Weiterbildung sind jedoch nicht nur Sache von Schulabgängern. Auch gestandene Berufsleute kommen mitunter in die Situation, noch einmal die Schulbank zu drücken.

So etwa Angela Triebel-Esch, die zu den Ausgezeichneten gehörte. „Aus gesundheitlichen Gründen musste ich meinen Beruf in der Gastronomie aufgeben und bin ins Büro gewechselt – das geht aber heute nur noch mit entsprechender Ausbildung“, erklärte sie. Dabei habe sie sich schon zu Beginn der Umschulung zur Kauffrau für Büromanagement vorgenommen, diese so gut wie möglich abzuschließen, was ja schließlich auch geklappt habe.

Doch damit noch nicht genug: Neben ihrer Arbeit bei der Spedition Ziegler in Eschweiler will Triebel-Esch nun eine zusätzliche Weiterbildung zur staatlich geprüften Betriebswirtin absolvieren. „Das dürfte etwas schwieriger werden, mit Familie und Arbeit nebenbei in die Abendschule zu gehen“, meint sie. Aber es sei durchaus zu schaffen.

In dreieinhalb Jahren wird sie dann voraussichtlich auch damit durch sein. Und für den Motivationsschub zwischendurch dürfte bei ihr der Blick auf das bisher Geschaffte reichen: ein erfolgreicher Berufswechsel mit Bestnote.

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