Benefizkonzert der Polizei: „Ein kleiner Schritt bei der Integration“

Von: Eva Onkels
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Musik im Dienst der guten Sache: Das traditionelle vorweihnachtliche Konzert der Aachener Polizei im Krönungssaal. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Es war ein Nachmittag unter Freunden: Polizeipräsident Dirk Weinspach hatte zum fünften Benefizkonzert der Polizei im Krönungssaal in diesem Jahr auch 80 Flüchtlinge eingeladen. Die genossen die Veranstaltung ebenso wie die zahlreichen weiteren Besucher.

„Wir wussten, dass es eine große Resonanz gibt“, sagte der Moderator und Referent des Polizeipräsidenten, Thomas Hinz, zu Beginn des Adventskonzertes. Das Motto „Musik unter Freunden“ wurde auf jeden Fall voll und ganz mit Leben gefüllt.

Denn nicht nur die musikalische Vielfalt, sondern auch die kulturelle Vielfalt in Aachen sollte in diesem Jahr betont werden. Die Einnahmen aus dem Konzert kommen dem Projekt „Menschen helfen Menschen“ des Aachener Zeitungsverlags zu Gute, das in diesem Jahr den Fokus auf Flüchtlingsfamilien in der Städteregion Aachen legt. Als „kleinen Schritt der Integration“ bezeichnete Polizeipräsident Weinspach die Einladung der 80 Flüchtlinge, „denn Integration besteht immer aus kleinen Schritten.“

In seiner Rede zur Begrüßung verwies er darauf, dass im Angesicht der Terroranschläge von Paris auch Aachen sich nicht spalten lasse. In Solidarität mit Frankreich hatte man den Eingang zum Krönungssaal in den Farben der Tricolore angestrahlt. Es war ein versöhnliches, feierliches Konzert, dessen musikalische Gestaltung keine Wünsche offenließ. Zu Beginn spielte das Blechbläserseptett Verdissimo unter Leitung von Edy Piront eine gelungene und absolut klare „Christmas Fanfare“ und im Anschluss ein Weihnachtsmedley aus klassischen Stücken, wie etwa Pachelbels Canon in D-Dur und Popsongs wie „Winter Wonderland“ oder „Do they know it's christmas“.

Das Vokalensemble Polizei Aachen – durch seine Besetzung eher als Männerchor zu bezeichnen – bestach unter der Leitung von Ando Gouders mit einem klassischen Männerchor-Programm aus Stücken der orthodoxen Liturgie und Liedern, die man auch in Deutschland gerne hört, beispielsweise „Adeste Fidelis“, besser bekannt unter dem Titel „Nun freut euch ihr Christen“ oder „Herbei o ihr Gläub‘gen“.

Michael Comos überzeugte als Bass-Solist in „Nun sei willkommen Herr Christ“ und „Wenn ich ein Glöcklein wäre“. Der Gospelchor An.Ge.Lus aus Herzogenrath bekam für mit rhythmisch ausgefeilten, englischsprachigen sakralen Liedern viel Applaus. Im Stück „Credo“ konnte Britta Abels als Alt-Solistin begeistern. „Mary‘s Song“, ein wohl eher unbekanntes Gospelstück, war der Höhepunkt des Auftritts.

Gelungenes Programm

Nach der Pause ging es dann mit allseits bekannten Weihnachtsliedern weiter. Die Eddy-Schmidt-Band, eine Partycoverband aus Aachen, spielte mit „All I want for Christmas“, „Last Christmas“ und „Do they know it‘s christmas“ Stücke, die mittlerweile auf keiner Weihnachts-CD fehlen dürfen.

Oliver Schmidt und das Landespolizeiorchster unter Leitung von Scott Lawton spielten schließlich mit „Wonderful World“ und „White Christmas“ ebenfalls klassische Pop-Songs im Weihnachtsgewand. Am Ende waren sich alle einig: Dieses Benefizkonzert bot ein rundum gelungenes Programm, das auf eine Fortsetzung in 2016 hoffen lässt.

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