Bald steht eine „archäologische Vitrine” im Elisengarten

Von: Thorsten Karbach
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Eine „archäologische Vitrine” für den Elisengarten: So sehen die Pläne für den 400.000-Euro-Bau aus. Der Weg (links liegt die Ursulinerstraße) führt durch die Vitrine. Im Hintergrund sind die Elisenbrunnen-Gastronomie und das Dach der Rotunde zu sehen. Grafik: Kada Wittfeld Architekten

Aachen. 5000 Jahre Aachener Stadtgeschichte bekommen eine „emotionale Hülle”. Davon spricht jedenfalls Dirk Zweering, Büroleiter des Aachener Architekturbüros Kada Wittfeld.

Mit der „emotionalen Hülle” - einer geflochtenen Stahlkonstruktion mit einem entspiegelten Glasmantel -, aber auch vielen anderen Details hat Kada Wittfeld zunächst eine städtische Jury um die Aachener Baudezernentin Gisela Nacken und dann auch den Verwaltungsvorstand überzeugt, so dass die „archäologische Vitrine” im Elisengarten nun nach den Plänen der Architekten gebaut wird.

„Die Entscheidung war einstimmig, der Entwurf hat eine künstlerische Ästhetik und passt sehr gut in den Garten”, kommentiert OB Dr. Jürgen Linden. Im Sommer könnte bereits gebaut, im September der umgestaltete Elisengarten eröffnet werden.

400.000 Euro werden dabei in die „archäologische Vitrine” investiert. Dafür gibt es eine hochwertige Architektur, die sich der Geometrie des Parks anpasst - sprich: einen ovalen Baukörper, etwa 2,75 Meter hoch. Dieser wird sich über den Weg auf Seiten der Ursulinerstraße spannen und die Menschen so automatisch in die Aachener Stadtgeschichte führen. In dem 60-Quadratmeter-Pavillon sind Teile der Ausgrabungen hinter Glaswänden zu sehen. Die Besucher können um die Ausgrabungen herumgehen, aber auch auf ein paar Sitzstufen verweilen.

„Wir haben hier eine geschichtliche Verantwortung und brauchen eine anspruchsvolle Lösung”, lobt Linden die Pläne. Die Stadt wolle ein Signal setzen. „Wenn mir vor fünf Jahren jemand gesagt hätte, wir könnten im Elisengarten 5000 Jahre Geschichte dokumentieren, nachdem wir zum Teil die Aachener Geschichte neu schreiben mussten, dann hätte ich ihn ausgelacht”, sagt er. „So etwas kann keine andere Stadt in Europa zeigen.”
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