Autodiebe haben Aachen im Visier

Von: René Benden
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Die Zahl der Kfz-Diebstähle ist stark gestiegen. Symbolbild dpa

Städteregion. Die Anzahl der Straftaten ist in der Städteregion Aachen 2014 sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent 53.428 Delikte gestiegen. Vor allem die Zahl der Autodiebstähle stieg stark an.

„Ich bin mit der Entwicklung dennoch zufrieden, weil wir bei gesellschaftlich sensiblen Straftaten, wie Gewaltdelikten und Wohnungseinbrüchen positive Trends gesetzt haben und die Aufklärungsquote steigt“, sagte Aachens Polizeipräsident Dirk Weinspach am Mittwoch bei der Präsentation der aktuellen Kriminalitätsstatistik in Aachen.

Grund für die gestiegene Anzahl bei den Autodiebstählen sei Professionalisierung organisierter Diebesbanden, die gestohlene Autos in kürzester Zeit ins Ausland bringen. Zudem erleichtere der Verkauf gestohlener Autoteile über das Internet den Dieben den Weiterverkauf gestohlener Autos. Die Grenznähe begünstige Diebstähle gerade in der Städteregion. Die meisten Autos werden in Aachen und Herzogenrath geklaut. „Wir werden im Laufe dieses Jahres die Zusammenarbeit mit unseren niederländischen und belgischen Kollegen verbessern“, kündigte Weinspach an.

Positiv wertet die Aachener Polizei vor allem den Rückgang bei den Gewaltdelikten. Dort sei man inzwischen beim tiefsten Stand seit 2004 angekommen. Auch die Raubserie in der Aachener Innenstadt, die im August und September viele Bürger verunsichert hat, habe die Polizei in den Griff bekommen, sagte Weinspach. „Die Anzahl räuberischer Überfälle auf offener Straße ist 2014 sogar zurückgegangen. Mit 241 Straßenraubdelikten allein in der Stadt Aachen ist die Zahl immer noch relativ hoch.

Tatort Internet

Problematisch waren in den vergangenen Jahren vor allem die Wohnungseinbrüche durch reisende Banden. Die Delikte gingen zurück, „weil sich die Zusammenarbeit unterschiedlicher Polizeibehörden verbessert hat“, sagte Weinspach. Gleichzeitig stiege die Zahl missglückter Einbrüche, weil die Hauseigentümer in der Städteregion ihre Immobilien insgesamt besser schützten.

Ein wachsendes Problem stelle die Internetkriminalität dar. Vor allem Betrugsdelikte von Einzeltätern trieben dort die Statistik laut Weinspach in die Höhe.

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