Stolberg - Arbeiterwohlfahrt will drastischen Mitgliederschwund stoppen

Arbeiterwohlfahrt will drastischen Mitgliederschwund stoppen

Von: jk
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Stolberg. Bei der Kreiskonferenz der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Stolberg ist Hans-Peter Göbbels in seinem Amt als Vorsitzender des Kreisverbands Aachen-Land bestätigt worden.

Zu seinen Stellvertretern wurden Udo Zimmer und Matthias Feilen gewählt. Göbbels steht seit 2009 an der Spitze des Verbandes, der einen starken Rückgang der Mitgliederzahlen zu verzeichnen hat.

Waren im Jahr 2007 in 24 Ortsvereinen noch 4833 Mitglieder organisiert, sind es derzeit 754 weniger. Göbbels verband seinen Dank an die zahlreichen Engagierten daher mit dem Appell, mehr für die Gewinnung von neuen Mitgliedern zu tun. Hoffnung setzt er dabei nicht nur in das neue Awo-Jugendwerk mit dem Vorsitzenden Thomas Hartmann, sondern auch in den Jugendbeauftragten der Awo für die Städteregion, Wilhelm Haustein aus Eschweiler: „Mit seiner Unterstützung wollen wir versuchen, mehr junge Menschen für die Awo zu gewinnen.”

Für die Ortsvereine wird es laut Göbbels auch immer schwieriger, Mitglieder für die Übernahme von Ämtern zu gewinnen. Drei Ortsvereine hätten deshalb in jüngster Zeit bereits aufgelöst werden müssen: Lohn/Fronhoven, Bettendorf und Breinig. Eine Lösung für dieses Problem habe der Vorstand noch nicht gefunden, räumte er ein.

„Euch alle kann ich nur bitten, Überzeugungsarbeit zu leisten. Ehrenamtliche Vorstandsarbeit im Ortsverein ist für unseren Verband von großer Wichtigkeit und macht auch Spaß.” Zudem sei die Awo nötiger denn je: „Altersarmut, Kinderarmut, soziale Ausgrenzung sind auch heute noch traurige Wirklichkeit”, betonte Göbbels.

Dass der Gesamtumsatz der Awo in den vergangenen zwei Jahren um 52 Prozent gestiegen ist, ist laut Geschäftsführer Michael Mommer vor allem eine Folge von Veränderungen in den Kitas im Zuge des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz). Dabei seien die Personalkosten der größte Posten, auch wenn die Kosten für Vollzeitstellen eher moderat gestiegen seien. Letzteres liege am neuen Tarifvertrag der Awo NRW und daran, „dass viele junge Mitarbeiterinnen in die Kitas gekommen sind, deren Einstiegsgehälter zunächst niedriger sind”.

Der Ausbau der U3-Betreuung habe Investitionen von 1,7 Millionen Euro erfordert, fuhr Mommer fort. So seien je zwei Tagesstätten in Herzogenrath und Eschweiler sowie eine in Alsdorf umgebaut worden. Derzeit biete die Awo 90 Plätze für unter Dreijährige an. In den kommenden Jahren sollen zwei weitere Kitas für die U3-Betreuung ausgebaut werden.
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