Städteregion - Ansiedlungsmanagement: Städteregion setzt auf die Agit

Ansiedlungsmanagement: Städteregion setzt auf die Agit

Von: Michael Grobusch
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Die Agit soll zur zentralen Anlaufstelle für Unternehmen werden, die sich in der Städteregion ansiedeln möchten, und – ab Mitte nächsten Jahres – passende Gewerbeflächen und -objekte vermitteln. Unser Bild zeigt das Umfeld des Stolberger Hauptbahnhofes. Foto: Michael Grobusch

Städteregion. Die lange Suche nach einer Lösung hat ein Ende: In der Städteregion wird es auch nach der Schließung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) ein Ansiedlungsmanagement geben. Die Politik ist am Donnerstagabend im Städteregionsausschuss einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt und hat damit den Weg freigemacht für eine Neustrukturierung.

Diese soll ab dem 1. August 2018 greifen. Dann wird das Ansiedlungsmanagement an die Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit) übertragen. 50.000 Euro pro Jahr sollen dafür zukünftig zur Verfügung gestellt werden. Zuvor hatten sich bereits die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses für diese Variante ausgesprochen.

Schwieriger Entscheidungsprozess

Selber machen, delegieren oder verzichten? Es war ein schwieriger Entscheidungsprozess, der sehr viel Zeit eingenommen hat und in verschiedenen Gremien über mehrere Jahre hinweg immer wieder auf der Tagesordnung stand. Schließlich ist die Städteregion – in Absprache mit den Bürgermeistern der neun Altkreis-Kommunen – zu dem Schluss gekommen, dass auf das städteregionale Ansiedlungsmanagement als koordinierendes Angebot für interessierte Unternehmen nicht verzichtet werden sollte.

Durchschnittlich 80 solcher Interessenten haben sich zuletzt pro Jahr an die Wirtschaftsförderung der Städteregion gewandt. „Die Aufgabe bestand darin, eine umfassende Bedarfsanalyse durchzuführen und sicherzustellen, dass der Vorschlag, der letztlich unterbreitet wird, eine möglichst hohe Deckungsgleichheit mit dem Kundenbedarf aufweist“, blickt Markus Terodde zurück.

Hinsichtlich der Zukunft stellt der zuständige Dezernent fest: „Die anfragenden Unternehmen und Investoren erwarten auch in Zukunft eine Betreuung ‚aus einer Hand‘ und einen neutralen Partner, der einen Überblick über die vorhandenen Gewerbeflächen und -objekte hat und enge Kontakte zu den kommunalen Wirtschaftsförderern unterhält.“

Diese Rolle soll demnächst die Agit übernehmen – außerhalb ihres eigentlichen Portfolios, wie Städteregionsrat Helmut Etschenberg in einem Gespräch mit unserer Zeitung betont hatte, und deshalb im Rahmen eines zusätzlichen Dienstleistungsvertrages.

„Eine klare Mehrheit“

Die Städteregion entspricht damit nach Aussage von Markus Terodde nicht nur den eigenen Vorstellungen, sondern auch dem ausdrücklichen Wunsch „einer klaren Mehrheit“ der regionsangehörigen Kommunen, die sich für die Fortführung des Ansiedlungsmanagements in seiner bisherigen (inhaltlichen) Form ausgesprochen haben.

In den verbleibenden zwei Wochen bis Weihnachten soll das Thema noch einmal im Kreise der Bürgermeister aus dem ehemaligen Kreis Aachen aufgegriffen werden. Der offizielle Abschluss der Vereinbarung dürfte dann Anfang des nächsten Jahres folgen.

Wirtschaftsförderung: Kooperation mit der Stadt Aachen weiter nicht in Sicht

Städteregionsrat Helmut Etschenberg hat in der Vergangenheit schon einige Versuche gestartet, doch mit der von ihm befürworteten und angestrebten Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen bei der Wirtschaftsförderung dürfte es weiterhin nichts werden.

„Weder von der Stadt Aachen noch von der Agit besteht Interesse an einer über den Status quo hinausgehenden gemeinsamen Aufgabenwahrnehmung“, stellt Markus Terodde in seiner Stellungnahme an die Fraktionen fest.

Für die Verwaltung, so der zuständige städteregionale Dezernent, sei der Punkt 18 aus dem im Oktober 2015 beschlossenen Strukturkonzept damit abgeschlossen. In diesem hatte die Städteregion ihre Bereitschaft formuliert, „in eine gemeinsame Wirtschaftsförderung mit der Stadt Aachen einzutreten“.

Den Ausdruck „abgeschlossen“ hatte die Politik im Wirtschaftsausschuss allerdings nicht übernehmen wollen, der Beschlussvorschlag wurde deshalb mit einstimmigem Votum modifiziert. Begründung: Man wolle auch in Zukunft über die Wirtschaftsförderung und über Optionen für eine Kooperation diskutieren. Dieser Auffassung und der Änderung haben sich die Mitglieder des Städteregionsausschusses am Donnerstagabend angeschlossen.

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