Alemannia und Theater gibt es bald gratis

Von: Daniel Gerhards
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Starke Partner für die Bildungszugabe: Frithjof Kramer (Alemannia-Geschäftsführer/v. l.), Meino Heyen (Alemannia-Aufsichtsratsvorsitzender), Klaus Dieter Wolf ( Alemannia-Vizepräsident), Helmut Etschenberg (Städteregionsrat), Tom Hirtz, (Das-Da-Theater-Leiter), Michael Carmincke (Aseag-Vorstand) und Gregor Jansen (Bildungsdezernent) unterstützen die Förderung außerschulischer Lernorte. Foto: Daniel Gerhards

Aachen. Bildung außerhalb des Klassenraums ist für die Schulen oft nicht bezahlbar. Auch den Kindergärten fehlt dafür meist ein Budget. Oft werden dann die Eltern mit einem Beitrag zu Kasse gebeten - was allerdings manche Familie finanziell überfordert.

Um dem zu begegnen, führte die Städteregion nun eine „Bildungszugabe” ein. Aus diesem Topf sollen Ausflüge von Kindergärten und Schulklassen zu außerschulischen Lernorten finanziert werden.

Sozial Schwache fördern

Das Bildungsbüro der Städteregion hat sich schon länger auf die Fahne geschrieben, den Besuch von außerschulischen Lernorten zu unterstützen. „Wenn wir dabei bisher etwa sozial schwache Kinder fördern wollten, scheiterte das am Finanziellen”, sagt Dezernent Gregor Jansen. Nun stellt die Politik 225 000 Euro jährlich zur Verfügung, um Kindern den Besuch unterschiedlicher spannender Orte zu ermöglichen. Wobei das Angebotsspektrum durch Vorschläge der Kommunen sukzessive zu einem Katalog erweitert werden soll.

Besondere Angebote hat die Städteregion nicht nur mit der Jugendsparte des Grenzlandtheaters (Greta/wir berichteten), sondern auch mit Alemannia Aachen und dem Das-Da-Theater erarbeitet, für die zusätzliche Budgets - außerhalb des 225 000-Topfes - vorhanden sind. „Die Kinder sollen einen Zugang zu professionellen Kultur- und Sportangeboten bekommen”, sagt Städteregionsrat Helmut Etschenberg.

Mit Kinder- und Jugendstücken ist das Das-Da-Theater schon seit über 20 Jahren in der Region auf Tour, erklärte dessen Leiter Tom Hirtz. „Wir können das nicht über den Eintrittspreis finanzieren. Dafür ist der Material- und Personalaufwand einfach zu groß.” In der Vergangenheit habe es sogar schon geplante Aufführungen gegeben, die nicht stattfinden konnten, weil Eltern oder Schul-Fördervereine sie nicht bezahlen konnten. Nun werden die Schauspieler je ein Stück für Kindergartenkinder und Grundschüler aufführen. Und dies für das Publikum - wie bei den Greta-Produktionen auch - kostenlos. „Man muss damit schon bei den Kleinen anfangen. Dann ist es leicht, sie zu begeistern. Wenn sie mit 16 Jahren zum ersten Mal ins Theater kommen, ist der Zug meist abgefahren”, sagte Hirtz.

Bei Alemannia Aachen sollen Kinder für den Sport begeistert werden. „Die Alemannia ist der Identifikationsfaktor in der Städteregion”, sagt Etschenberg. Durch den Kontakt zu den Spitzensportlern bei Trainingsstunden erhoffen sich die Verantwortlichen einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Jugendlichen. „Es ist gut, dass die Kinder den Kontakt zu ihren Vorbildern bekommen, die sie sonst nur aus dem Fernseher kennen”, sagt Alemannia-Vizepräsident Klaus Dieter Wolf, der zugleich CDU-Fraktionschef im Städteregionstag ist. „Sport ist gesellschaftlich wichtig. Und wir können auch etwas für die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen tun.” Denn auf einen bekannten Fußballer hört ein junger Fan vielleicht mehr als auf andere Personen. „Wenn Benny Auer sagt, dass auch Profis ihre Schuhe selber putzen, hilft das mehr, als wenn die Mutter das zehnmal sagt”, sagt Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer. Mit im Boot - beziehungsweise Bus - ist die Aseag, die den Transport zu den Lernorten übernimmt, wie Aseag-Vorstand Michael Carmincke erklärt.

Vergeben werden die Mittel nach dem „Windhundprinzip”: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Infos über die außerschulischen Lernorte gibt es bei der Städteregion unter der Telefonnummer 0241/5198-3408.
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