25-Jähriger läuft Machete schwingend durch Eilendorf

Von: mg/hr
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Der 25-Jährige wurde von den herbeigerufenen Polizeibeamten überwältigt und festgenommen. Symbolfoto: Colourbox

Eilendorf. Riesenschreck in Eilendorf: Ein geistig Verwirrter ist am Freitagabend mit einer Machete bewaffnet durch den Stadtteil gelaufen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, konnten Beamte den Mann festnehmen. Der 25-Jährige kam in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses. Verletzt wurde in Eilendorf glücklicherweise niemand.

Kurz nach 21 Uhr am Freitag – und damit nur wenige Stunden nachdem in Würselen ein 45-Jähriger die Polizei auf offener Straße mit einem Schwert bedroht hatte – meldeten mehrere Zeugen, dass ein Mann mit einem Säbel fuchtelnd durch die Gegend laufe. „Eltern, die mit ihren Kindern auf dem Bürgersteig gingen oder sich auf einem dortigen Spielplatz aufhielten, packten ihre Kinder und flüchteten bei dem Anblick des Mannes“, beschrieb Paul Kemen von der Polizeipressestelle die Szenerie in Eilendorf.

Mit einem Großteil der zur Verfügung stehenden Einsatzwagen fuhr die Polizei umgehend in Richtung Eilendorf. Nach einer kurzen Fahndung und Hinweisen von Passanten konnte der Mann in seinem Wohnhaus in der Severinstraße, gerade in dem Moment, als er sich im Hausflur aufhielt, festgenommen werden. Er leistete keinen Widerstand. Bei dem Mann handelt es sich laut Polizei um einen 25-jährigen Mann, der einen stark aufgebrachten und verwirrten Eindruck auf alle beteiligten Menschen vor Ort machte. Unter anderem sagte er, dass er mit „unbekannten Personen Stress“ habe und dass ihm jemand „ans Leder“ wolle. Er sehe sich verleumdet, beleidigt, provoziert und bestohlen.

Aufgrund der Gesamtumstände und der scheinbar krankhaften psychischen Verfassung des Mannes entschieden die Beamten, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden solle, worauf der 25-Jährige auch freiwillig einging. Die Polizisten begleiteten seinen Transport in die psychiatrische Abteilung eines Aachener Krankenhauses. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung in der Severinstraße fanden die Beamten zwei Macheten, eine weiße Maske, mehrere Verpackungen mit unbekanntem Pulver und Personalpapiere von fremden Leuten. Alles wurde sichergestellt.

Das eingeleitete Ermittlungsverfahren lautet auf Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz. Zwar sei der Besitz einer Machete an sich nicht strafbar, erläuterte Polizeisprecher Paul Kemen auf Anfrage, allerdings dürfe man eine solche Waffe nicht in der Öffentlichkeit mit sich führen oder gar damit herumfuchteln.

Nach Informationen der „Nachrichten“ ist der Mann wieder entlassen worden. Aus Datenschutzgründen nimmt das betreffende Krankenhaus dazu allerdings keine Stellung. Nach dem Psychisch-kranken-Gesetz des Landes Nordrhein-Westfalen werde aber üblicherweise so vorgegangen, dass Fachärzte überprüfen, ob eine psychiatrische Erkrankung vorliegt und gleichzeitig Selbst- oder Fremdgefährdung besteht. Ausschließlich wenn alle Punkte erfüllt sind, kann der Patient auch gegen seinen Willen untergebracht und behandelt werden. Darüber entscheide aber nicht das Krankenhaus, sondern immer das Gericht, teilte das Krankenhaus auf Anfrage mit.

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