Aachen - 22 Mal ausgezeichnetes Zukunftsdenken

22 Mal ausgezeichnetes Zukunftsdenken

Von: Katja Laska
Letzte Aktualisierung:
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Alle auf einen Blick: Schülerinnen, Schüler und das begleitende Lehrpersonal von 22 Schulen wurden im Aachener Einhard-Gymnasium ausgezeichnet. Foto: A. Schmitter
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Foto: Andreas Schmitter / *Auszeichnungsfeier der Landeskampagne "Schule der Zukunft", für die Städteregion Aachen und die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg* (u.a. an GGS Brander Feld), im Einhard-Gymnasium, Robert-Schuman-Str. 4 (sh), *für alle!* 07 GGS Zweifall, 12 Einhard, 14 GGS Imgenbroich/Konzen
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Foto: Andreas Schmitter / *Auszeichnungsfeier der Landeskampagne "Schule der Zukunft", für die Städteregion Aachen und die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg* (u.a. an GGS Brander Feld), im Einhard-Gymnasium, Robert-Schuman-Str. 4 (sh), *für alle!* 07 GGS Zweifall, 12 Einhard, 14 GGS Imgenbroich/Konzen

Aachen. Heute schon an Morgen denken. Das haben sich Schulen aus Aachen und der Region zur Aufgabe gemacht. Und das zahlt sich aus. Nicht erst morgen, sondern jetzt. Insgesamt 22 Schulen bekamen jetzt die Auszeichnung „Schule der Zukunft“ verliehen.

„Es ist schön zu sehen, dass die Schülerinnen und Schüler sich aktiv für die Zukunft einsetzen und ihr Umfeld für sich und die Natur mitgestalten wollen“, sagte der Staatssekretär des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, Peter Knitsch, in seiner Würdigung in der Aula des Aachener Einhard-Gymnasiums.

In den letzten drei Jahren haben die Schulen an der Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ der Natur- und Umweltschutzakademie NRW teilgenommen und sich mit der Bildung nachhaltiger Entwicklung beschäftigt. Unterstützung gab es auch vom NRW-Umwelt- sowie dem Schulministerium.

Die Ergebnisse konnten die etwa 400 Besucher in der Halle des Gymnasiums sehen. Dort reihten sich die Stände aneinander und informierten anhand von Plakaten, Fotos oder kurzen Filmen über die verschiedenen Themen.

Am Tisch des Inda-Gymnasiums wurden Vorbeikommende eingeladen, sich eine Banane oder Schokolade zu nehmen. Natürlich Fairtrade. Denn es drehte sich alles um den gerechten Handel, der weiter ausgebaut werden soll.

Das Carolus-Magnus-Gymnasium aus Übach-Palenberg zeigte einen Karton mit alten Handys. Über 700 Stück haben die Kinder gesammelt und sie dem GaiaZoo in Kerkrade zum Recycling überlassen. So sollen afrikanische Gorillas vor dem Aussterben bewahrt werden. In den Mobiltelefonen befindet sich der Rohstoff Coltan, der in den Bäumen des Regenwaldes vorkommt, so dass dank des Recyclings die Natur geschont wird.

Auch die Stolberger Gemeinschaftsgrundschule Zweifall hatte den Wald zum Thema. Waldexkursionen standen für die Klassen häufiger auf dem Stundenplan und halfen dabei, ein Wald-Lerntagebuch und eine Waldkartei zu schreiben, die sie in großen Boxen präsentierten.

„Die Projekte sind keine Eintagsfliegen, sondern sollen nachhaltig wirken“, sagte Henning Kwiatkowski, Lehrer am Einhard-Gymnasium. Doch nicht nur für die Zukunft bringt die Kampagne der Umweltschutzakademie langfristigen Nutzen. Ob Grundschule, Gymnasium, Realschule, Berufskolleg oder Hauptschule – alles war vertreten. „Eben das macht diese Kampagne so besonders. Sonst kooperieren wir mit Gymnasien. Hier lernen sich auch Kinder unterschiedlicher Schulformen und Altersgruppen kennen. Das kommt sonst nicht häufig vor“, freute sich Kwiatkowski. Er kümmert sich zusammen mit Marion Käppler um die Teilnahme des Einhard. „Es war anstrengend, aber auch schön“, erzählte Käppler.

Und da ist es nicht verwunderlich, dass die Preisträger erleichtert jubelten, als sie auf die Bühne gingen, um ihre Urkunden, Hausschilder und Fahnen von der Regierungsschuldirektorin Marianne Spiller entgegenzunehmen.

Engagement für Nationalpark

Zehn der Schulen wurde neben der Auszeichnung „Schule der Zukunft“ auch der Titel „Nationalpark-Schule Eifel“ verliehen. Sie gehören nun zu einem Netzwerk und bemühen sich darum, den Nationalpark Eifel in Schuss zu halten und das Verständnis für die Wildnis zu fördern.

„Die Kinder haben tolle Projekte geschaffen, die auch international Wirkung zeigen“, meinte Staatssekretär Knitsch und unterstrich gleichzeitig die Arbeit der Lehrkräfte, denn „ohne sie wäre es nicht zu schaffen gewesen. Ihr Einsatz ging weit über die obligatorische Arbeit hinaus“.

Die Lehrer und Lehrerinnen lassen sich von der Mehrarbeit aber nicht abschrecken. Im Gegenteil. „Wir sind sehr zufrieden mit den letzten Jahren und wollen unsere Projekte auch weiterführen“, sagte Kwiatkowski. Also ganz sicher auch im Sinne von „Schule der Zukunft“.

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