14. Gründerpreis: Von Methanalgen bis zu Parkplatz-Apps

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Schaffen wollen sie es alle. Was sie aber neben dem starken Willen und ungebrochenem Ehrgeiz auch eint, ist eine vorerst fiktive Idee, die kreativ und mit viel Mühen in die Tat umgesetzt werden soll. Beim nunmehr 14. Deutschen Gründerpreis für Schüler ab 16 Jahren gehen auch dieses Jahr wieder bundesweit 4700 Jugendliche in 1060 Teams mit neuen, innovativen Ideen an den Start.

Das größte Existenzgründer-Planspiel, das von den Sparkassen, dem „Stern“, ZDF und Porsche unterstützt wird, gibt den Teilnehmern einen detaillierten Einblick in die Welt der Unternehmen. Ziel der Initiative ist es, ein positives Gründungsklima in Deutschland zu fördern und Mut zur Selbstständigkeit zu schaffen. Bei der Auftakt-Veranstaltung der Sparkasse Aachen trafen erstmals alle 14 Teams aufeinander, um ihre Ideen vorzustellen.

Heribert Funken, Existenzgründungsexperte der Sparkasse, möchte vor allem schon jetzt ein Bewusstsein für die Wirtschaft schaffen: „Der Gründungsplan soll an Echt-Themen gemessen werden und das Wirtschafts-und Unternehmertum soll den Jugendlichen näher gebracht werden. Damit soll schon in der Schule begonnen werden, schließlich ist diese Auszeichnung eine tolle Referenz, die man später aufweisen kann.“

Doch neben dem wirtschaftlichen Aspekt, werden durch die Zusammenarbeit in den aus drei bis sechs Mitgliedern bestehenden Teams auch die sozialen Kompetenzen gestärkt. Schließlich wird bei den mindestens einmal wöchentlich stattfindenden Treffen diskutiert, neues erarbeitet und es werden gemeinsam weitere Schritte entwickelt.

Dabei erstellen die Teams einen gut durchdachten Businessplan, der anhand von insgesamt neun aufeinander folgenden Aufgaben ausgearbeitet werden muss. Wer schließlich am 18. Juni bei der Bundessiegerehrung in Hamburg dabei sein wird, entscheidet eine Fachjury.

Der Finanzplan steht schon

Ein Team, das mit einer innovativen Idee überzeugen möchte, ist „Think New INC“ des Gymnasiums Baesweiler. Marvin Steinecke und seine Mitstreiter wollen die Methanalgen weiter entwickeln und etablieren: „Wir arbeiten an einem großtechnischen Verfahren, bei dem Methan als Treibstoff oder Energiequelle verwendet werden kann. Methanalgen benötigen Kohlenstoffdioxid und drehen somit den Treibhauseffekt um. Der Finanzplan steht schon, nur wie das Ganze in der Praxis umgesetzt werden soll, ist noch nicht so ganz klar.“

In puncto Praxisnähe haben „Selfmade Constructer“ bereits ein ganz klares Ziel, wie Sebastian Ostländer erzählt: „Auf unserer Internetplattform, an der wir momentan arbeiten, kann sich der Kunde sein Produkt selbst zusammenstellen. Bei einem Fahrrad beispielsweise können Räder, Rahmen und Sattel individuell ausgewählt werden.“

Vier Monate stehen allen Teams noch zur Verfügung, bis sie ihre fiktive Idee präsentieren müssen. Und egal ob eine App, die freie Parkplätze extra für Elektroautos anzeigt, wie bei der Gruppe „Easy Park“ oder ein soziales Netzwerk, in dem man sich individuell Seiten bauen kann und Leute mit denselben Hobbys findet, der Kreativität und dem Unternehmergeist sind keine Grenzen gesetzt.

Einmal Wirtschaftsluft schnuppern und mit der vorerst nur fiktiven Idee am Ende ganz groß raus kommen, davon träumen sie alle. Da lautet sas Ziel der nächsten Etappe ganz eindeutig: Siegerehrung in Hamburg

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert