11. Eschweiler Classic-Tour: Jede Menge Schönheiten am Start

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Peace, Love and Harmony: Aus dieser Zeit stammt der VW 241/T1 Samba von Thomas von Thenen und Susanne Küpper, ein echtes Schätzchen aus dem Jahre 1966. Foto: Laura Beemelmans

Eschweiler. Ratternde Motoren, der intensive Geruch von verbranntem Benzin, insgesamt 10.713 PS und rund 100 Oldtimer mitten in der Indestadt. Die 11. Eschweiler Classic-Tour sorgte für Fußgängerstau im Start-Ziel-Bereich und füllte die Uferstraße auf ganz besondere Art und Weise.

Denn dort tummelte sich eine in die Jahre gekommene Schönheit nach der anderen und da wäre auch gleich der Beweis, dass die jungen Flitzer nicht mit ihnen mithalten können.

Wagen wie der Triumph TR 4, der Porsche 911er, Mercedes Ponton sowie SL oder die Klassiker VW Käfer und Samba sind und bleiben einfach die Helden der Straßen. Liebhaber aus Aachen, Baesweiler, Münster, Eschweiler, Köln oder Eynatten starteten in den drei Kategorien Sport, Touren-Sport und Touristik und machten sich auf den Weg durch die Kreise Aachen, Düren und Euskirchen.

Dort legten sie rund 180 Kilometer (Sport) und etwa 160 Kilometer (Touren-Sport, Touristik) mit ihren Schätzen zurück. Mit unter ihnen der schwächste Motor mit 12 PS, ein BMW Isetta aus dem Jahre 1956 mit der Startnummer 81. Er ist so klein, dass er kaum ins Auge fällt, wäre da nicht die knallrote Farbe und das Aussehen, dass ein wenig an ein elegantes Sommerkäppi erinnert.

Auf der anderen Seite das schnellste Fahrzeug mit sage und schreibe 335 PS, ein Ford Mustang USA GT von 1968 mit der Startnummer 44. Der Klang seines Motors dürfte den Anwohnern auch jetzt noch in den Ohren schallen. Der älteste Oldie stammt aus dem Jahre 1930 und ist ein Peugeot 201. Er ist der elegante Wagen einer hoheitlichen Zeit ganz in grau gehalten.

Doch im Grunde fiel jeder einzelne Oldtimer der 22 Fabrikate ins Auge, ob groß, klein, alt oder noch älter. Vor allem wenn sie in der Masse auftauchen und die Eschweiler Innenstadt schmücken. „Diesmal sind die Italiener wie Alfa Romeo ganz gut vertreten”, so Moderator Udo Freialdenhofen, der selbst sechs Jahre lang die Tour mit fuhr.

Er kennt seine Liebhaber, das Abenteuer „Tour” und die Problemchen mit dem Beifahrer. „Gab es Stress mit dem Beifahrer?”, fragte er ein Pärchen aus Baesweiler, die mit ihrem MGB im Ziel eintrafen. „Ja”, war die Antwort. So eine Tour schweißt jedoch zusammen. Denn auf die Frage, wie die Tour war, schoss ein spontanes „Spitze” vom Fahrersitz. Schöne Tour, spitzen Wetter und tolle Fahrzeuge.

Doch wer holte als I-Tüpfelchen auch noch den Sieg nach Hause? In der Kategorie Sport rasten Helmut Hurtmann und Beifahrerin Ricarda Walendy als erste mit ihrem Triumph TR 4 aus dem Jahr 1964 ins Ziel, gefolgt von Ernst Krombusch und Dirk Kamps mit ihrem MG B GT von 1972 und Karola und Rainer Witte mit einem 1971er Fiat 850 Coupé.

Bei den Touren-Sportlern fuhren Karl-Heinz Hintz und Beifahrer Jürgen van Eck mit ihrem Austin Healey 100/4 aus dem Jahre 1955 als erste ins Ziel. Auf dem zweiten Platz landeten Rolf Döhring und Walter Hörber mit ihrem Datsun 240 ZR aus dem Jahre 1972, gefolgt von Michael Haas und Ilona Mateo und ihrem Lancia Fulvia Coupé aus dem Jahre 1972 auf dem dritten Platz. In der Kategorie Touristik siegten Andy Kyllburg und Jupp Crombach mit ihrem 1976er VW Passat.

Jürgen Schell und Marcus Moll landeten mit ihrem Chairmann 718 RSK aus dem Jahre 1966 auf dem zweiten Platz, knapp vor Georg Adamfi und Alexander Boucke mit ihrem Audi 80 SL aus dem Jahre 1978. Klassensieger aus Eschweiler wurden René Göbbels und Tina Stange mit ihrem VW Golf aus dem Jahre 1980. Und nach all den Kilometern hatten nicht nur die Fahrzeuge eine gute Portion Benzin nötig, sondern auch ihre Fahrer.

Bei einem gemütlichen Abendessen im Haus Flatten ließen sie den Oldtimer-Tag ausklingen und feierten die Sieger. Im Grunde waren sie jedoch alle Sieger, denn sie alle sind Liebhaber, die ein Stück Zeitgeschichte bewahren und unsere Straßen verschönern. Über den Anblick eines schönen und gepflegten Oldtimers freut sich sichtlich jeder, vor allem dann, wenn dank der Eschweiler Classic-Tour gleich 100 von ihnen durch den Ort brummen.
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