Zwischenfall im Atomkraftwerk: Reaktorblock in Tihange abgeschaltet

Von: red/dpa
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Schon wieder ein Zwischenfall im belgischen Atomkraftwerk Tihange. Foto: Andreas Steindl

Huy. Im umstrittenen belgischen Atomkraftwerk Tihange kam es am Freitagabend zu einer Anomalie. Der Reaktorblock 1 hat sich anschließend selbst abgeschaltet, Gefahr für die Umwelt bestand laut dem Betreiber Electrabel nicht.

Wie die belgische Zeitung Grenzecho in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf einen Sprecher von Electrabel berichtete, erfolgte die Abschaltung gegen 23.30 Uhr am Freitag „aufgrund einer defekten Wasserpumpe für einen Dampferzeuger.“

Die Firma erklärte, dass dieser Vorgang im Fall eines technischen Problems eine normale Prozedur ist. Für Menschen und die Umwelt gab es durch den Zwischenfall und die Abschaltung keine Gefahr.

„Wir arbeiten seit dieser Nacht, um dem Problem auf den Grund zu gehen und den Reaktor so früh wie möglich in Sicherheit wieder hochfahren zu können“ , erklärte Electrabel.

Der Reaktor befindet sich rund 70 Kilometer westlich von Aachen. Die belgischen Atomkraftwerke in Doel und Tihange gerieten schon mehrfach wegen Zwischenfällen in die Schlagzeilen. 2014 musste der Reaktorblock 3 wegen eines Brandes heruntergefahren werden. Reaktorblock 2 ist wegen Tausender entdeckter Risse nicht in Betrieb. Die Abschaltung der Meiler aus dem Jahr 1975 wird immer wieder von Atomkraftgegnern gefordert.

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