Aachen - Zwei Bus-Vollbremsungen: Elf Verletzte

Zwei Bus-Vollbremsungen: Elf Verletzte

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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Neun Verletzte nach Vollbremsung: Zwei Mädchen waren am Freitag über die Trierer Straße im Bereich der Aachen-Arkaden gelaufen und zwangen den Busfahrer, voll in die „Eisen” zu steigen. Foto: Stephan Mohne

Aachen. Die Unfälle ereigneten sich nur wenige Meter voneinander entfernt. In beiden Fällen gab es Verletzte - einmal zwei, einmal neun. Und in beiden Fällen waren Linienbusse der Aseag sowie deren Fahrgäste betroffen.

Jeweils heftig durch den Bus gekegelt wurden die Betroffenen der Vorfälle auf Adalbertsteinweg und auf der Trierer Straße.

So etwa am Freitagmittag, als um kurz vor halb zwölf ein Aseag-Gelenkbus in Richtung Brand unterwegs war. An der Baustellenampel gegenüber den Aachen-Arkaden hatte der Fahrer nach Erkenntnissen der Polizei und Zeugenaussagen grün, die Fußgänger logischerweise rot. Trotzdem rannten plötzlich zwei Mädchen - zehn und zwölf Jahre alt - über die Straße. Der 46 Jahre alte Busfahrer aus Roetgen stieg voll in die „Eisen”. Die Fahrgäste wurden nach vorne geschleudert. Dabei verletzte sich eine 71 Jahre alte Frau schwer. Sie zog sich einen Beinbruch zu und prallte zudem mit voller Wucht gegen eine Trennscheibe, die zerbarst. Die Frau zog sich dabei auch noch Schnittverletzungen zu.

Mädchen flüchteten zunächst

Nach einer ersten Behandlung vor Ort, wurde sie mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Dorthin kamen auch weitere der neun verletzten Fahrgäste, die allerdings zum Glück nicht so schwere Blessuren erlitten hatten. Die Mädchen hatten laut Polizei nach dem Vorfall flüchten wollen. Der Busfahrer rannte allerdings hinter ihnen her und konnte sie dann schließlich auch schnappen. Hinter der Unfallstelle kam es zeitweise zu langen Staus.

Bereits am Vortag hatte sich ganz in der Nähe ein fast identischer Unfall ereignet. Um den Zusammenstoß mit einem Fußgänger zu vermeiden, musste dabei ein Fahrer mit seinem Linienbus eine Vollbremsung an der Ampel am Adalbertsteinweg in Höhe des Reichswegs machen. Der Busfahrer war kurz vor 15 Uhr in Richtung Stadtmitte unterwegs. Zu dieser Zeit wollte ein 50-jähriger Fußgänger aus die Ampel überqueren. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte er dabei nicht auf die Fußgängerampel dort geachtet und ging vermutlich bei Rotlicht. Bei der Vollbremsung wurden zwei Babys im Alter von drei und elf Monaten leicht verletzt. Sie konnten nach ärztlicher Versorgung vor Ort wieder in die Obhut ihrer Eltern gegeben werden und mussten nicht ins Krankenhaus.

Immer wieder kommt es zu Verletzten in Linienbussen, weil unachtsame Autofahrer oder Fußgänger eine Vollbremsung nötig machen. Gleich mehrere dutzend Verletzte hat es in den vergangenen Jahren in diesem Zusammenhang an der Ecke Jülicher Straße/Ottostraße gegeben, wo Autofahrer verbotenerweise in unschöner Regelmäßigkeit abbogen.

Diese Möglichkeit ist durch Trennelemente mittlerweile unterbunden worden - und trotzdem hatte es erneut einen solchen Unfall gegeben, weil ein Autofahrer einfach ein paar Meter weiter Richtung Hansemannplatz über die Busspur hinweg wendete.
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