Zustand des Waldes in NRW verbessert sich nur langsam

Von: ddp-nrw
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Waldzustandsbericht NRW
Die Sonne scheint in Düsseldorf durch die Blätter einer fast 100-jährigen Buche. Foto: dpa

Düsseldorf. Der Patient Wald ist auf dem Weg der Besserung, für Entwarnung gibt es allerdings keinen Anlass. Dieses Fazit zog Nordrhein-Westfalens Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) am Montag aus dem Waldzustandsbericht 2009.

Danach ist in NRW der Anteil der Bäume ohne erkennbare Schäden in diesem Jahr auf 38 Prozent gestiegen. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als 2008. Gleichzeitig ging der Anteil der Bäume mit deutlichen Schäden von 25 auf 21 Prozent zurück. Damit ist der Wald so gesund wie zuletzt vor zehn Jahren.

Sorge bereiten den Förstern trotz leichter Verbesserungen weiterhin die Laubbäume. Bei Buchen und Eichen weist lediglich jede vierte Baumkrone keine Schäden auf. Das sei vor allem deshalb bedenklich, weil die Laubbäume wegen des Klimawandels eine noch wichtigere Rolle im Wald spielten, sagte Uhlenberg. Das Land habe deshalb bei der Wiederaufforstung nach dem Orkan Kyrill auf Eichen und Buchen gesetzt. Rund 90 Prozent der mit Unterstützung des Landes neu angepflanzten 25 Millionen Gehölze seien Laubbäume.

„Wir drängen die Fichte dort zurück, wo sie nicht hingehört”, sagte Uhlenberg. Bestehende Nadelholz-Wälder müssten weiter ausgedünnt, Freiflächen für Mischwälder genutzt werden. Erste Erfolge dieser Strategie haben sich nach Angaben des Ministeriums eingestellt. Mittlerweile seien rund 53 Prozent des Waldfläche in NRW mit Laubbäumen bepflanzt. Vor einigen Jahren hatten noch die Nadelhölzer die Mehrheit.

Um die Auswirkungen des Klimawandels auf die einzelnen Regionen in NRW voraussagen zu können, entwickelt das Land zusammen mit der Universität Göttingen eine digitale Bestandsaufnahme des Waldzustands. Mit Hilfe neuartiger Karten könne eine Auswahl von geeigneten Baumarten für einzelne Waldbereiche getroffen werden, sagte Uhlenberg.

In NRW sind rund 27 Prozent der Landesfläche Wald. Davon sind rund zwei Drittel in Privatbesitz. Nach dem Verkauf des Eifelwaldes an eine private Stiftung plane das Land derzeit keine weiteren Veräußerungen aus seinem Forstbesitz, sagte Uhlenberg. Im Etatentwurf für 2010 seien keine Einnahmen aus Waldverkäufen vorgesehen. Der Verkauf des Eifelwaldes hatte heftige Proteste ausgelöst.
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