Zugstrecke zwischen Aachen und Heerlen: EU stellt 28 Millionen Euro bereit

Von: red
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Der Ausbau der Zugstrecke zwischen Aachen und Heerlen wird von der EU mit 28 Millionen Euro unterstützt. Symbolbild: dpa/Lukas Schulze

Region. Beim Ausbau des grenzüberschreitenden Schienenabschnitts zwischen Aachen und Heerlen bekommen der Nahverkehr Rheinland (NVR) und die niederländische Provinz Limburg Unterstützung von der Europäischen Union: Diese wird für das Projekt 28 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

4.4 Millionen Euro fließen davon an den NVR. Die Gesamtkosten der Arbeiten auf deutscher Seite belaufen sich auf etwa 11 Millionen Euro. Für den Ausbau des Bahnhofes Herzogenrath und weitere Maßnahmen entlang der Strecke hat das Land NRW außerdem eine Teilfinanzierung in Aussicht gestellt.

Auf dem Gebiet des NVR wird bis Ende 2020 in den Bau eines Umspannwerkes in Herzogenrath und einen neuen Bahnsteig im Bahnhof investiert.

Im Aachener Hauptbahnhof werden die Signale an Gleis 3 so umgebaut, dass es demnächst von zwei Zügen gleichzeitig benutzt werden kann.

Die Signale auf der Strecke zwischen Aachen und Übach-Palenberg werden hinsichtlich einer Vergrößerung der Streckenkapazität optimiert. Die Strecke zwischen Herzogenrath und der deutsch-niederländischen Grenze wird elektrifiziert.

In der Provinz Limburg soll der Abschnitt Heerlen-Landgraaf zweigleisig ausgebaut und die Strecke bis zur deutschen Grenze elektrifiziert werden.

Bisher müssen Reisende in der Grenzregion häufig umsteigen. Ziel des Ausbaus ist eine direkte stündliche Zugverbindung auf der Strecke Maastricht-Heerlen-Aachen, sowie später eine direkte Verbindung auf der Strecke Eindhoven-Heerlen-Aachen(-Köln).

„Ich bin sicher, dass diese Investitionen zu spürbaren Verbesserungen im Knoten Aachen führen werden“, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Ziel der neuen Landesregierung ist es entsprechend dem Koalitionsvertrag, Engpässe im europäischen Schienenverkehr durch grenzüberschreitende Fern- und Nahverkehrsverbindungen zu beheben. Diese Maßnahme leistet bereits einen wichtigen Beitrag dazu, Nordrhein-Westfalen als Bahnland weiter zu stärken.“

„Mit dem Zuschuss der EU wird ein wichtiges Zeichen für eine schnellere und komfortablere Zugverbindung zwischen Deutschland und dem Süden der Niederlande gesetzt“, so NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek. „Diese bessere Schienenanbindung wird auch die wirtschaftliche Entwicklung der Euregio Maas-Rhein positiv beeinflussen.“

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