Zerstückelte Leiche noch nicht identifiziert: Weitere Leiche

Von: dpa
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Xanten/Leverkusen. Eine zerstückelte Männerleiche, deren Einzelteile im Rhein entdeckt wurden, gibt der Mordkommission in Duisburg Rätsel auf.

Bislang sei es nicht gelungen, die Identität des 20 bis 60 Jahre alten Mannes zu klären, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag. Die Abgleiche mit der DNA-Datenbank und den Vermissten-Dateien seien erfolglos verlaufen.

Der Mann, von dem Kopf und Arme fehlen, sei etwa 1,88 Meter groß gewesen. Weitere Körpermerkmale seien ein beschnittenes Glied und eine Warze auf dem Rücken unten rechts. Die Ermittler gehen von einem Mord als Todesursache aus. Inzwischen stehe fest, dass die weit verteilten Leichenteile von einer Person stammen.

Eine Spaziergängerin hatte am Donnerstag in einem Jachthafen des Rheins bei Emmerich den Unterkörper des Mannes entdeckt. Der Torso war am Montag rund 20 Kilometer rheinaufwärts bei Xanten geborgen worden. Unklar ist auch, womit die Leiche zerteilt wurde.

Bei der Mordkommission „Husenweg” gingen bisher mehr als 30 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Eine heiße Spur sei bisher nicht erkennbar. Die Ermittler vermuten, dass die Leiche erst zwei bis drei Tage im Rhein schwamm und nicht weiter südlich als in der Höhe von Duisburg in den Fluss geworfen wurde.

Ebenfalls nicht identifiziert werden konnte bislang eine weitere männliche Wasserleiche, die am Mittwoch in Leverkusen im Rhein gefunden wurde. Die unbekleidete Leiche habe schon länger im Wasser gelegen, teilte die Polizei am Freitag mit. Das genaue Alter sei auch durch eine Obduktion nicht zu bestimmen gewesen. Ein Verbrechen schloss die Polizei aber aus.

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