Aachen - Zeitungspatenschaft: Jede Menge Lesefutter für kleine Reporter

Zeitungspatenschaft: Jede Menge Lesefutter für kleine Reporter

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Informationstechnisch voll auf der Höhe: Dank der Zeitungspatenschaft von Harald von Reis (hinten) wissen die Drittklässler der Aachener Annaschule über das Geschehen in der Region Bescheid. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Gar nicht so wenige Daumen der Kinder in der Klasse 3a der Aachener Annaschule zeigten nach oben: Sie verstehen nicht nur die Texte auf der Kinderseite „Karlo“ unserer Zeitung. Sie finden sich auch mit Artikeln für Erwachsene zurecht. „Aufmacher“, „Impressum“ – auch mit solchen schwierigen Wörtern haben die Acht- bis Zehnjährigen aus der 3a, 3b und 4a in der Annaschule keine Probleme.

Sie sind Zeitungsprofis, weil ihre Schule bereits seit zwei Jahren einen Zeitungspaten hat: Harald von Reis spendiert seiner ehemaligen Grundschule ein Abonnement der Aachener Zeitung und will das auch im kommenden Schuljahr wieder tun.

Warum? Das wollten die wissbegierigen Schüler gern von ihm wissen. Und bekamen jetzt eine persönliche Antwort, als der Diplom-Geologe die Annaschule besuchte. „Nur mit der Zeitung kann man sich über das informieren, was hier vor Ort geschieht und man kann auch seine eigene Meinung durch Leserbriefe äußern und damit etwas in Bewegung bringen“, erklärte von Reis, der zum Beispiel das erste Volksbegehren der Stadt auf den Weg brachte und durch die Veröffentlichungen in unserer Zeitung viele Unterstützer fand.

„Wenn ihr also zum Beispiel meint, dass es zu wenig Spielplätze gibt, könnt ihr einen Leserbrief schreiben“, ermunterte er die Mädchen und Jungen, ihre Umwelt aufmerksam wahrzunehmen und Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen.

Neben der Kinderseite stehen bei den Nachwuchslesern der Sportteil und die Rätselseite hoch im Kurs. Manche Kinder lesen auch gern von fremden Ländern und Städten, von Tieren und Pflanzen. „Der Wetterbericht ist ganz praktisch“, meinte Emil aus der 3a. Kulturelle und politische Themen finden sie dagegen oft kompliziert. Dass sie sich mit dem Lesen einer Zeitung gut informieren können, ist ihnen dennoch bewusst.

Aber in den Schülerinnen und Schülern stecken auch kleine Reporter: Wie lange dauert die Herstellung einer Zeitung? Treffen Journalisten auch den Oberbürgermeister? Wer bestimmt, welche Themen in die Zeitung kommen? Wie findet man eigentlich alles Wichtige heraus?

Wie kommt ein Foto von einem Fußballspiel in Mailand am nächsten Tag in die Zeitung? Wie kommt die Zeitung morgens pünktlich in den Briefkasten? Warum gibt es Zeitungen, die man bezahlen muss und welche, die umsonst sind? Die Fragen an die Autorin und den Fotografen nahmen kein Ende. Schließlich stand zumindest für Ibrahim fest: „Ich will auch Journalist werden!“

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