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Zeitung: Polizei unzureichend über „Einbruchsradar” informiert

Von: dpa
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Düsseldorf. Innenminister Ralf Jäger (SPD) erhofft sich von einem neuen „Einbruchsradar”, dass Menschen ihre vier Wände besser schützen. Dass der Service bereits im April starten soll, haben einem Zeitungsbericht zufolge einige Polizeibehörden aber erst aus den Medien erfahren.

„Wir wissen von nichts. So etwas einführen zu wollen, ohne die Behörden darüber in Kenntnis zu setzen, ist ein absolutes Unding”, sagte Rainer Groß, Personalrat in der Kreispolizeibörde Wesel, der „Rheinischen Post” (Samstag).

Von einem neuen „Einbruchsradar” erhofft sich das Innenministerium mehr Transparenz und Sensibilität. Die 47 NRW-Polizeibehörden würden von Mitte April an auf Karten im Internet die Lage der Tatorte der Einbrecher aus der Vorwoche zeigen, wie Jäger am Mittwoch angekündigt hatte. So könne man sich zum ersten Mal ein Bild über die Einbrüche im eigenen Viertel machen.

Dem Bericht zufolge räumte das Innenministerium ein, die Kreispolizeibehörden nicht ausreichend informiert zu haben. Es habe Gespräche durchaus gegeben, betonte ein Sprecher auf Anfrage. Wie in der „Rheinischen Post” sagte er, dass die Polizeibehörden bald ein Konzept bekämen, das das weitere Vorgehen einheitlich regele. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Arnold Plickert, bezeichnete die „Kommunikationspanne” laut Bericht als „sehr bedauerlich”.

Nach der Veröffentlichung der neuesten Einbruchsstatistik am Mittwoch hatten die nordrhein-westfälischen Kriminalbeamten die Sicherheitspolitik der Landesregierung scharf kritisiert. Den Bürgern angesichts der „dramatischen Kriminalitätsentwicklung” zu vermitteln, sie sollten auf sich selbst aufpassen, sei eine Zumutung, hatte der Landesverband des Bundes Deutscher Kriminalbeamter erklärt.