Zauneidechsen wegen Gefängnis-Bau umgezogen

Von: dpa
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Die Zauneidechse muss weichen: Wegen des Neubaus einer Justizvollzugsanstalt in Ratingen sind die geschützten Reptilien bis auf weiteres in ein Erkrather Naturschutzzentrum umgezogen. Foto: dpa

Mettmann/Ratingen. Ausgerechnet ein ganzes Volk von Zauneidechsen muss vorübergehend einem Gefängnis weichen.

Wegen des Neubaus einer Justizvollzugsanstalt in Ratingen sind die geschützten Reptilien bis auf weiteres in ein Erkrather Naturschutzzentrum umgezogen, teilte der Kreis Mettmann am Donnerstag mit.

Ursprüngliche Heimat der „erstaunlich großen Population” aus 15 Zuchtpaaren und 30 halbwüchsigen Tieren war eine fast zwölf Hektar große Brache in Ratingen. Hier werde jetzt das neue Gefängnis gebaut, das zur Jahreswende 2010/11 fertiggestellt sein soll.

Auf der Baustelle begleiten nach Kreisangaben eine Biologische Station und ein ökologisches Planungsbüro aus Bochum die Vorgänge. Das Naturschutzzentrum Erkrath pflegt die Tiere nun für mehrere Jahre. Die ersten Eidechsen seien aber schon in „frisch gestaltete Zukunftslebensräume im Umfeld der Baustelle” zurückgekehrt.

Derzeit schlüpfen im Naturschutzzentrum in Erkrath die Jungeidechsen aus den Eiern. Die gesamte Rücksiedlung der gefährdeten Tiere wird nach Angaben des Kreises noch mehrere Jahre dauern. Unterstützt wird der Einsatz des Naturschutzzentrums durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Mettmann.

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