Wohnraum-Studie: Kaum Veränderung in der Region

Von: luk
Letzte Aktualisierung:
Wohnung
Während die Häuser auf dem Land zunehmend leerstehen, steigt die Nachfrage nach Wohnraum in den Städten. Symbolbild: dpa Foto: dpa

Aachen. Städte platzen aus allen Nähten, auf dem Land stehen viele Häuser leer: Der deutsche Wohnungsmarkt ist in den vergangenen Jahren stark auseinandergedriftet. Und dieser Trend wird sich bis 2030 fortsetzen, ja, sogar verstärken.

Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie dargestellt. Untersucht wurden dabei alle Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands. Durchgespielt wurden zwei Szenarien: eine gleichbleibende und eine zunehmende Wohnfläche pro Kopf.

Und die Ergebnisse sind eindeutig: In Metropolen wie München (um 13,5 Prozent), Hamburg (7,1 Prozent) und Berlin (6,4 Prozent) sowie den NRW-Großstädten Düsseldorf (3,8 Prozent) und Köln (2,6 Prozent) wird die Nachfrage nach Wohnraum weiter zunehmen. Warum Städte so beliebt sind, liegt auf der Hand: Junge Menschen schätzen beispielsweise die Jobchancen, ältere die Gesundheitsversorgung.

Darunter leiden die ländlichen Regionen: Leerstehende Häuser prägen vielerorts das Bild. Vor allem die ostdeutschen Bundesländer werden laut der IW-Studie von einem starken Einbruch der Wohnraum-Nachfrage betroffen sein: Im Landkreis Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt) könnte sie um über 23 Prozent zurückgehen, im thüringischen Landkreis Altenburger Land droht ein Rückgang von 22,7 Prozent.

Die Zahlen für die Region sind da auf den ersten Blick wesentlich unspektakulärer: In der Städteregion Aachen wird mit einem Nachfrage-Rückgang von nur rund 1,7 Prozent gerechnet. Dieselbe Zahl hat das Institut für den Kreis Düren errechnet. Im Kreis Heinsberg wird sogar ein Zuwachs von 0,6 Prozent erwartet. Doch was uninteressant scheint, ist ein gutes Zeichen: „In Zeiten rückläufiger Demografie sind die Zahlen als Gewinn zu bewerten“, sagt Michael Schier vom IW.

Wie gut die Region im NRW-Vergleich dasteht, beweist ein Blick auf weitere Zahlen: Es wird erwartet, dass 2030 5,2 Prozent weniger Menschen in NRW leben, und, dass die Wohnflächennachfrage um bis zu 3,5 Prozent sinkt. In Unna etwa könnte die Nachfrage um fast 13 Prozent einbrechen, in Hagen sogar um 14 Prozent.

Man müsse sich darüber im Klaren sein, dass in den kommenden Jahren neue Aufgaben anstehen, sagt Schier. „Es muss von allen Seiten akzeptiert werden, dass Kreise in den kommenden Jahren schrumpfen werden.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert