Aachen - „Woche der Gesundheitswirtschaft”: Demografischer Wandel im Fokus

„Woche der Gesundheitswirtschaft”: Demografischer Wandel im Fokus

Von: Sabine Kroy
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Weil immer mehr Menschen immer
Weil immer mehr Menschen immer älter werden, ist der Bedarf an Pflegekräften hoch. Foto: Imago/Insadco

Aachen. Es verschont keinen, kommt manchmal unbarmherzig daher und bleibt selten rücksichtsvoll: das Altern. Der demografische Wandel mit seinen Herausforderungen ist ein allgegenwärtiges Thema. Nun dient es auch der 3. „Woche der Gesundheitswirtschaft” vom 22. bis 29. Juni in der Region Aachen als roter Faden.

Veranstalter sind die Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (AGIT), die Regionalagentur Aachen, die Gesundheitsregion Aachen sowie die Regio Aachen. Ulrich Schirowski, Geschäftsführer der AGIT: „Der Pflegenotstand wirft seine Schatten längst voraus.”

Mehr als 80.000 Beschäftige arbeiten im Großraum Aachen in der Gesundheitsbranche, viele davon in Pflegeberufen. „Das Gesundheitswesen ist der beschäftigungsstärkste Sektor unserer Region, er hat den Einzelhandel überholt”, hebt Gabriele Hilger, Leiterin der Agentur für Arbeit in Aachen, hervor. Den Auftakt der informativen Woche bildet allerdings ein Programmpunkt, der insbesondere das junge Publikum ansprechen soll: In Aachen und in Düren sind Schülerinnen und Schüler eingeladen, sich bei sogenannten Berufsparcours ein Bild von pflegerischen und medizinischen Berufen zu machen.

Über neurodegenerative Erkrankungen sprechen Experten im Forschungszentrum Jülich am Dienstag. Dabei werden nicht nur die neuesten Diagnose- und Therapieansätze im Bereich Demenz vorgestellt. Besucher (die sich zu der Veranstaltung unbedingt vorher anmelden müssen) haben auch die Möglichkeit, einen durch Jülicher Forscher entwickelten Magnetresonanz-Tomografen zu besichtigen.

Ein Workshop richtet sich speziell an Lehrer und Vertreter von Pflegeeinrichtungen, damit zum Beispiel der Beruf des Alten- oder Krankenpflegers sein schlechtes Image verliert. Neue Konzepte der Wohn- und Pflegeformen stellt der „Masterplan Quartier” vor. Andere Foren thematisieren den Fachkräftemangel in der Pflege, Arbeitnehmer 50 plus, Sucht im Alter, Teilzeitausbildung in der Altenpflege oder Leben mit Krebs.

„Aus der Praxis für die Praxis” heißt die Nachmittagsveranstaltung im Marienhospital zum Fachkräftemangel in der Region. Dabei wird das Projekt „Gender-Med-AC” vorgestellt. Im Zentrum stehen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Karriereförderung von Frauen. Hier sind auch junge Ärztinnen angesprochen.
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