Wo bekommen wir die Null-Emissions-Häuser her?

Von: Axel Borrenkott
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Keine Energie von außen: Dorf mit Burg Güssing in Österreich. Foto: imago/V. Preuß

Aachen. Der Mensch, indem er nur wohnt und heizt, wäscht und spült, arbeitet oder Fernsehen guckt, gehört zu den größten Klimakillern überhaupt. Gebäude sind für bis zu 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich und stoßen einen ebenso großen Anteil an CO2 aus.

Null-Emission ist aber machbar, sagt demnächst vielleicht der Nachbar.

Seit Montag und noch bis Mittwoch reden rund 300 Architekten, Stadtplaner und Ernergieexperten in vier Städten der Euregio über ein Thema: nachhaltiges Bauen. Auf dem Weg zu Null-Emissions-Häusern und Umgebungen. Die Bundesregierung hat die enorme Rolle des häuslichen Klimaeinflusses erkannt und in ihrem kürzlich veröffentlichten Energiekonzept von den Eigentümern und Mietern zwingend verlangt, den Wärmebedarf von Immobilien bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent zu senken.

Nach dem Sturmlauf der Lobbys beider Gruppen wegen der in der Tat enormen Kosten schmilzt das Programm in Richtung Freiwilligkeit ab. Vielleicht gibt es aber schlauere Wege zum Ziel: „Man muss die Leute überzeugen, dass es Gewinne statt Verluste gibt, wenn sie etwas fürs Klima tun”, sagt Dietmar Castro.

Castro ist Professor der FH Aachen im Fachbereich Architektur und Städtebau und Mitorganisator der Konferenz, an der drei euregionale Hochschulen und unter anderem die Provinz Lüttich sowie die Stadt Maastricht beteiligt sind. In einem so umfassenden wie detaillierten Programm geht es im Wesentlichen um Themen wie: Null-Emission bei Häusern, Materialien und Wasserversorgung sowie Energie-neutrale Häuser, Städte und Regionen.

Die Konferenz begann in Maastricht, am Dienstag tagt man in Lüttich, am Mittwoch in Aachen. Das Programm im Aachener Rathaus, an dem Interessierte gegen Tagesgebühr ab 8.30 Uhr teilnehmen können, bietet unter anderem eine Präsentation der „Roadmap für eine Null-Emissions-Euregio” sowie einen Vortrag des Bürgermeisters Peter Vadasz über sein schon berühmt gewordenes Null-Energie-Dorf Güssing im österreichischen Burgenland (14.30 Uhr).

Plangemäß ab 15.30 Uhr diskutieren mit ihm die Bürgermeister von Heerlen, Maastricht, Lüttich, Hasselt und Aachen. „Wir stehen noch ziemlich am Anfang dieser ganzen Entwicklung”, sagt Dietmar Castro. Aber: „In diesem Bereich macht Kleinvieh wirklich Mist. Klimarettung ist die Summe von ganz vielen kleinen Beiträgen.”

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